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Konsumentenschutz wirft Benetton Täuschung vor

«Etliche Kleidungsstücke hatten überklebte oder überschriebene Originalpreise», so der Konsumentenschutz. (Bild: Keystone)

Schweizer Filialen der Modekette Benetton sollen Preise zum Schein erhöht haben, um den Kunden dann vorgeblich grössere Rabatte zu gewähren. Die Stiftung für Konsumentenschutz geht auf die Barrikaden.

Veröffentlicht am 22.01.2013

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) wirft der Kleiderkette Benetton eine irreführende Preispolitik vor. Demnach haben Benetton-Läden im Ausverkauf die Original-Preisschilder mit teureren Preisen überklebt und versucht, die Kunden zu täuschen.

Zahlreiche Schweizer Benetton-Kunden hätten sich beschwert, teilte die SKS mit. Überprüfungen in fünf Filialen in der Deutschschweiz durch SKS-Mitarbeiter hätten gezeigt: «Etliche Kleidungsstücke hatten überklebte oder überschriebene Originalpreise», sagte SKS-Geschäftsführerin Sara Stalder.

Durch die künstliche Verteuerung habe Benetton höhere Rabatte gewähren können. «Dies stellt eine Täuschung der Konsumenten dar», sagte Stalder. Denn: Der Kunde gehe davon aus, dass die Prozente auf dem ursprünglichen Preis gewährt würden.

Benetton verweist auf Verkaufsstellen

Die SKS hat Benetton Schweiz nun aufgefordert, von dieser «konsumentenunfreundlichen Preispolitik Abstand zu nehmen und für eine korrekte Kundeninformation in allen Filialen zu sorgen». Ähnliche Praktiken bei anderen Kleiderketten seien nicht bekannt, sagte Stalder.

Bei Benetton schiebt man die Verantwortung auf die Verkaufsstellen ab: «United Colors of Benetton arbeitet in der Schweiz mit unabhängigen Partner-Läden zusammen», teilte das italienische Modehaus auf Anfrage mit. Benetton schicke den Läden lediglich Preisschilder mit einem Richtpreis. «Wir sind uns bewusst, dass die Verkaufsstellen zu Beginn der Ausverkauf-Saison die Preise ändern.»

(tno/muv/sda)

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