Der erhöhte Wettbewerb in vielen Branchen führt dazu, dass die Industrie- und Handelsunternehmen sämtliche Möglichkeiten ausnutzen, effizienter zu produzieren und ihre Erzeugnisse möglichst kostengünstig zum Endabnehmer gelangen zu lassen. Eine Möglichkeit, Kosten einzusparen, stellt noch immer die Wertschöpfungskette entlang von Beschaffung, Produktion und Vertrieb dar. Immer mehr Industrie- und Handelsunternehmen kommen zum Schluss, dass es günstiger zu stehen kommt, wenn man die einzelnen Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette professionellen Logistik-Providern überlässt. Dank ihres Know-how sind diese eher in der Lage, im Bereich Beschaffung, Lagerung und Vertrieb Kostensynergien zu nutzen. In einigen Branchen sind ganz spezielle Transportbedürfnisse gefragt, die teilweise komplexe Lösungen und spezielle Fachkenntnisse erfordern.



Die Kontraktlogistiker leisten heute einen wichtigen Beitrag zur Kostensenkung im Unternehmen. Wer allerdings umfassende Dienstleistungen in der Güterversorgung anbieten will, muss über ein möglichst breites Netzwerk verfügen. Der fortscheitende Trend zum Outsourcing logistischer Leistungen an spezialisierte Dienstleister führt dazu, dass diese auch über entsprechende Infrastrukturen wie Umschlagsanlagen, Transportflotten und Lagerkapazitäten verfügen müssen.

Hier allerdings unterscheiden sich die Unternehmensstrategien. Während beispielsweise einige Logistik-Provider auf ein Netzwerk setzen, das sie weitgehend in eigener Regie betreiben, arbeiten andere mit Subunternehmern zusammen, welche über die notwendigen Infrastrukturen verfügen. In jüngster Zeit haben die führenden Anbieter im Kontraktlogistik-Geschäft durch Akquisitionen – Kühne + Nagel mit ACR und Deutsche Post World Net mit der Exel-Gruppe – ihre Position in diesem Geschäft deutlich verstärkt. Auch die Firmen Dachser, Wincanton oder Schenker haben kürzlich ihre Präsenz im Kontraktlogistik-Markt weiter ausgebaut. Ziel all dieser Bemühungen ist es, den Kunden ein möglichst weltumspannendes Netz an logistischen Dienstleistungen anzubieten.

In den kommenden Jahren ist mit einem jährlichen Wachstum in der Kontraktlogistik von 15 bis 20% zu rechnen. Zudem führt die Globalisierung zu einer weiteren Verlagerung der Produktionsstätten in Richtung Osteuropa und Asien und dort vornehmlich Indien und China. Ein Trend, dem die Kontraktlogistiker folgen müssen. Es erstaunt deshalb nicht, wenn die Logistik-Dienstleister optimistisch in die Zukunft blicken.

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