Nach dem Abbruch der Generalversammlung gehen die Aktien von Turkcell auf Talfahrt. Die Aktien des größten türkischen Mobilfunk-Anbieters fielen an der Börse Istanbul um bis zu 5 Prozent auf 11,35 Lira. Die Hauptversammlung war wegen der Abwesenheit wichtiger Anteilseigner nicht beschlussfähig.

Dahinter steht ein Streit zwischen den Grossaktionären Telia Sonera aus Schweden, der türkischen Cukurova Holding und Altimo aus Russland. Diese drei streiten seit 2005 um die Kontrolle von Turkcell und blockieren sich dabei gegenseitig.

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Regierung will helfen

Wegen des Zwists zahlte Turkcell seit 2009 keine Dividende mehr. In diesem Zusammenhang ersetzte die türkische Finanzaufsicht im März 2013 drei Turkcell-Verwaltungsräte durch unabhängige Personen. Börsianer werteten dies als Zeichen, dass die türkische Regierung bei der Auflösung des Patts helfen wolle.

(se/rcv/reuters)