Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch/Shell muss sich einen neuen Chef suchen. Überraschend gab Peter Voser seinen Rückzug im kommenden Jahr bekannt. Der 55-Jährige leitet den Konzern seit 2009. Nun wolle er mehr Zeit für Familie und Privatleben haben, erklärte Voser.

Im abgelaufenen Quartal übertraf Shell die Markterwartungen. Trotz Produktionsproblemen in Nigeria steigerte der Ölkonzern seinen bereinigten Nettogewinn auf 7,5 Milliarden Dollar von 7,3 Milliarden im Vorjahresquartal. Grund für den Anstieg waren neue Projekte und ein starker Handel. Analysten hatten im Schnitt mit 6,5 Milliarden Dollar gerechnet. Sie hatten eine Abschreibung auf das Alaska-Geschäft vermutet. Die Shell-Aktie notierte in London 0,9 Prozent im Plus.

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Probleme in der Arktis

Mit Milliardeninvestitionen treibt Royal Dutch/Shell die Erkundung neuer Öl- und Gasfelder voran, auch in umstrittene Gebiete wie Nigeria. Dort wurde einer Konzerntochter erst kürzlich per Gerichtsurteil eine Mitverantwortung für Umweltverschmutzung gegeben. Auch in der Arktis will der Konzern neue Felder erschliessen. Dort stiess das Unternehmen auf eine Reihe von Problemen, die Fragen zur Sicherheit der Anlagen aufwerfen.

(tke/reuters)