Die Zahl klingt dramatisch: Anfang April galten nach Schätzung der Sozialpartner rund 1,6 Millionen Berufstätige in der Schweiz als besonders gefährdet, sollten sie sich mit dem Coronavirus infizieren – das entspricht mehr als einem Drittel aller Angestellten. Sie hätten das Recht gehabt, unter Lohnfortzahlung einfach zu Hause zu bleiben. Übereinstimmend fanden Gewerkschaften und Arbeit­geber, das sei «viel zu viel».

Darauf schränkte das Bundesamt für Gesundheit die Kriterien für Fälle von Bluthochdruck und Diabetes stark ein. Ende Mai schätzte das Amt, dass noch rund eine Million Personen vulnerabel sei. Wie viele davon berufstätig sind, ­wisse man nicht.