Die positive Konjunkturentwicklung im vergangenen Jahr machte es etlichen Unternehmen leicht(er), erfreuliche Resultate – insbesondere höhere Umsätze – zu erzielen. «Die Binnennachfrage erweist sich derzeit als konjunkturelle Stütze der Schweizer Wirtschaft», erklärte kürzlich Prof. Jan-Egbert Sturm, Leiter der ETH-Konjunkturforschungsstelle, gegenüber der Zeitschrift «Stocks». In der Tat haben die hohe Nachfrage nach täglich benötigten Gütern, aber auch nach Erzeugnissen aus technischen Bereichen sowie nach spezifischen Dienstleistungen dazu beigetragen, dass in den wichtigen Branchen der Schweizer Volkswirtschaft zweistellige Zuwachsraten beim Umsatz erzielt werden konnten. Industriezweige, welche in früheren Jahren eine eher stagnierende Umsatzentwicklung aufwiesen, rückten in jüngster Zeit in der Wachstumsrangliste wieder nach vorne.

Aus der Swiss-Top-500-Liste geht hervor, dass im vergangenen Jahr die Umsätze im Bereich Grosshandel Chemie/Pharma am stärksten zunahmen, nämlich um knapp 18%. Rund 15% Wachstum weisen die drei Sparten Maschinenindustrie, Computer/Informatik und die Verpackungshersteller auf. Ebenfalls zweistellig verbesserten sich die Branchenumsätze im Metall-/Stahlhandel, nämlich um 13,3%. Erneut weit vorne platzierten sich auch im Jahr 2007 die Logistik-/Speditionsfirmen, deren Umsätze um knapp 13% anstiegen. Eine logische Folge der positiven Konjunkturentwicklung. Wo viel konsumiert wird, muss auch viel transportiert und gelagert werden. Der Handyboom beziehungsweise der ungebrochene Trend zur mobilen Kommunikation bescherte auch den Telekom-Unternehmen ein positives Wachstum von rund 13%, das deutlich über der Zuwachsrate des Jahres 2006 liegt. Ebenfalls zweistellig wuchsen im vergangenen Jahr die Umsätze in der Bauzulieferbranche, bei den Bauelementen und bei den Firmen der Sparte Metallverarbeitung. Aufgrund der Anfang Juni veröffentlichten Konjunkturprognosen kann auch im 2. Halbjahr 2008 von einer positiven Umsatzentwicklung in den meisten Branchen der Schweizer Wirtschaft ausgegangen werden. Allerdings muss in einigen Sparten in den kommenden Monaten mit einer leichten Abnahme der Nachfrage gerechnet werden.