Der Zusammenschluss der US-Traditionskonzerne Heinz Ketchup und Kraft Foods bringt weitere drastische Sparmassnahmen mit sich: In den nächsten ein bis zwei Jahren sollen sieben Produktionsstätten in Nordamerika geschlossen und etwa 2600 Stellen gestrichen werden.

Entsprechende US-Medienberichte bestätigte ein Sprecher des im Juli zum Lebensmittelriesen Kraft Heinz fusionierten Konzerns am Donnerstag. «Unsere Entscheidung ist ein schwieriger, aber notwendiger Schritt in unserem Plan, überschüssige Kapazitäten zu reduzieren.»

Buffett fädelte Fusion ein

Die Jobkürzungen betreffen ungefähr sechs Prozent der Belegschaft und kommen zusätzlich zu einem bereits im August angekündigten Abbau von 2500 Arbeitsplätzen.

Kraft Heinz betreibt bislang 41 Fabriken in Nordamerika. Der Konzern wird von der brasilianischen Private-Equity-Gesellschaft 3G Capital kontrolliert, die für harte Sparmassnahmen bekannt ist. Die Fusion hatte auch der US-Starinvestor und Multimilliardär Warren Buffett mit seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway massgeblich mit eingefädelt. Buffetts Zusammenarbeit mit 3G ist unter seinen Anhängern umstritten.

(sda/mbü/ise)