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Zusammenschluss
Kraft und Ketchup-Hersteller Heinz wollen fusionieren

Warren Buffett: «Ein Geschäft nach meinem Geschmack.» Keystone

Kraft Foods und der Ketchup-Hersteller Heinz planen eine Megafusion. Hinter dem Geschäft stecken Starinvestor Warren Buffett und ein Mann mit Wohnsitz am Zürichsee.

Veröffentlicht am 25.03.2015


Die US-Lebensmittelkonzerne Heinz und Kraft wollen sich zusammenschliessen. Hinter dem Geschäft stecken Starinvestor Warren Buffett und der brasilianische Finanzinvestor 3G. Das fusionierte Unternehmen solle «The Kraft Heinz Company» heissen, teilten die beiden Konzerne an ihren Firmensitzen in Pittsburgh und Northfield mit.

Der neue Multi soll einen Umsatz von rund 28 Milliarden Dollar machen und damit der drittgrösste Nahrungsmittel- und Getränkekonzern in Nordamerika werden und die Nummer fünf weltweit. Weltmarktführer ist der Schweizer Nestle-Konzern mit ungerechnet 95 Milliarden Dollar Jahresumsatz.

Brasil-Schweizer Jorge Paulo Lemann

Buffett und 3G als Besitzer des Ketchup-Königs Heinz werden 51 Prozent an dem neuen Lebensmittelkonzern halten. Die Aktionäre der börsennotierten Kraft Foods Group sollen die restlichen Anteile bekommen und zusätzlich eine Sonderdividende in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar erhalten; diese wird von Warren Buffetts Investmentfirma Berkshire Hathaway und den Brasilianern aufgebracht. Bereits zuvor war über einen entsprechenden Deal spekuliert worden.

Der Börsenwert von Kraft Foods Group lag gemessen am New Yorker Aktien-Schlusskurs vom Dienstag bei gut 36 Milliarden Dollar. Buffett und 3G hatten für Heinz vor zwei Jahren 23 Milliarden Dollar bezahlt. Daneben besitzt 3G die Fast-Food-Kette Burger King. 3G gehört zum Einflussgebiet des diskret am Zürichsee lebenden Brasilien-Schweizers Jorge Paulo Lemann.

Aktien schnellen nach oben

«Das ist ein Geschäft nach meinem Geschmack», sagte Buffett laut Mitteilung. Allerdings müssen noch die Kraft-Aktionäre und die Wettbewerbshüter zustimmen. Wenn alles glatt läuft, soll die Fusion in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden.

Die an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gehandelten Kraft-Aktien schnellten nach der Fusionsankündigung im vorbörslichen Handel rund 26 Prozent hoch. 

(awp/tno/chb)

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