Die CCI AG in Bichelsee-Balterswil TG stellt unter anderem Armaturen und Filter für Kraftwerke her. Das Unternehmen wird rund 50 der 182 Stellen abbauen. Die Tochter der britischen IMI Critical Engineering gibt als Grund Entwicklungen im Kraftwerk-Geschäft an. Nach Auskunft des Verbandes Angestellte Schweiz werden 27 Kündigungen ausgesprochen.

Die Ereignisse in Fukushima von 2011 und die absehbaren Abschaltungen von nuklearen Anlagen in Deutschland und der Schweiz hätten zu einer nachhaltigen Verlagerung der Marktschwerpunkte geführt, teilte das Unternehmen in einem Communiqué mit.

Krise in Russland wirkt sich aus

Die CCI AG habe sich deshalb auf die Wachstumsmärkte Korea, China, Brasilien und Russland fokussiert. Die Krise in der Ukraine und die daraus folgenden Sanktionen gegen Russland seien zu einem Zeitpunkt gekommen, als diese strategischen Schritte noch nicht voll umgesetzt waren, heisst es weiter.

Die Aufhebung der Euro-Untergrenze habe sich ausgewirkt und die Wettbewerbsfähigkeit noch stärker eingeschränkt. Die Entwicklung zwinge CCI nun «zu massiven Massnahmen»: Das Team in der Schweiz werde um rund 50 Stellen verringert. Mit natürlichen Abgängen und Pensionierungen habe man einen grösseren Teil des Abbaus auffangen können.

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Eurokurs hat geringen Einfluss

Die bei Massenentlassungen vorgeschriebene Konsultationsfrist sei bereits abgelaufen, erklärte Alois Düring, Regionalsekretär des Verbandes Angestellte Schweiz, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Das Unternehmen habe ein nachvollziehbares Strukturproblem, mit dem Eurokurs habe der Abbau aber wenig zu tun.

Bisher habe CCI in Balterswil 182 Arbeitsplätze angeboten. Unter dem Strich müssten nun noch 27 Kündigungen ausgesprochen werden, so Düring. Dabei handle es sich um geschultes Personal mit guten Chancen, auf dem Arbeitsmarkt wieder eine Stelle zu finden. Es gebe einen Sozialplan mit einem begleiteten Outplacement, ergänzte er.

(sda/me)