Wenige Wechsler
Die jüngste Prämienrunde fiel mit einer durchschnittlichen Erhöhung von 8 Franken und 20 Rappen pro Monat relativ moderat aus. Entsprechend tief war die Motivation vieler Versicherter, ihre Krankenkasse zu wechseln. Nur 650000 Kunden respektive 8,4 Prozent der Grund-versicherten vollzogen schliesslich diesen Schritt. Im Vorjahr waren es laut dem Internetvergleichsdienst Comparis noch 12,4 Prozent.

Starkes Trio
Wenig überraschend kam es unter den Krankenkassen zu keinen grossen Verschiebungen. An der Spitze stehen unverändert die CSS, Helsana und Groupe Mutuel. Allerdings rückt Letztere immer näher zur Nummer eins und zwei auf. Die Walliser Kasse gewann im vergangenen Jahr 107000 Kunden und kommt somit neu auf 1,172 Millionen Grundversicherte. Die Helsana legte um immerhin 25000 Versicherte zu (siehe Tabelle). Mutuel-Präsident ­Pierre-Marcel Revaz feiert sich mit ­seinem Plus von 10 Prozent dennoch als grosser Sieger. So sagte er kürzlich im Interview mit der Zeitung «Der Sonntag»: «Wir sind bald die grösste Kasse.»

Treue Kunden
Markant wachsen konnte auch die zweite grosse welsche Kasse, Assura. Der Billigversicherer weist per 1.1.2012 rund 24500 Kunden mehr aus. Unbeeindruckt zeigten sich die meisten Versicherten von der Bonusaffäre um die Berner KPT. Die Kunden hielten der Ex-Beamtenkasse die Treue. Dank ihrer Online-Stärke konnte die Firma gar 21000 Versicherte hinzugewinnen. Offen ist, wie sich der einstige Fusionskandidat der KPT schlug. Die Sanitas lässt aber verlauten, dass die Zahl der Grundversicherten «rückläufig» ist. Die grössten Verluste verzeichnet bisher die EGK. 16000 Kunden sprangen ab. Die Gründe dafür sind unklar. EGK-Chef Peter Rickenbacher macht keine Angaben.

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