Swica ist mit 1 Mio Privat- und mehr als 25 000 Firmenkunden sowie rund 1400 Mitarbeitenden an über 60 Standorten einer der grössten Kranken- und Unfallversicherer der Schweiz. Das Unternehmen betreibt heute auf der neuen Swiss Health Platform (SHP) das gesamte Backoffice der Unfall- und der Krankenversicherung: Die Vertragsverwaltung, die Leistungsabrechnung, sämtliche In-/Exkassoabläufe mit Schnittstellen zur Buchhaltung und zum Betreibungssystem, die Pflege der Kundenbeziehungen und nicht zuletzt das gesamte Dokumenten-Management.

Die SHP hat dabei die Abläufe im Tagesgeschäft von Swica vereinfacht. Musste ein Swica-Sachbearbeiter früher mehrere Masken abrufen, um Informationen zu einem Versicherten zusammenzutragen, stellt ihm eine übersichtliche Auskunftsmaske heute alle Angaben wie Name und Adresse des Versicherten, die Zahlungsverbindung, die Verträge und individuelle Prämienverbilligungen auf einen Klick zur Verfügung.

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Die Flexibiliät der SHP bei der Lancierung neuer Versicherungsprodukte bietet einen Vorteil, weil so die Dauer für die Einführung neuer Krankenkassenprodukte verkürzt wird. Der Umstieg von Swica auf die SHP ist Ausdruck einer erst anlaufenden Welle in der schweizerischen Versicherungslandschaft. Bei zahlreichen Kranken- und Unfallversicherern steht ein Wechsel der IT-Infrastruktur an. Der Umfang und die Komplexität des Gesundheitswesens wachsen unvermindert, die Datenmengen explodieren aufgrund der intensiveren Nutzung und erhöhter gesetzlicher Anforderungen, und auch die Erwartungen der Krankenversicherer an ihre IT haben sich gewandelt.

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Monolithische Architekturen und die vielerorts selbstentwickelten Backoffice-Anwendungen der Versicherer stossen allmählich an ihre Grenzen. Sie erwiesen sich zunehmend als Hindernis bei den Bemühungen, angesichts des gewaltigen Wettbewerbsdrucks die Geschäftsprozesse zu straffen, die Flexibilität zu erhöhen und die Kosten zu senken. Welche Kosten bei der eigenhändigen Modernisierung der Unternehmens-IT anfallen können, war in den letzten Monaten der Presse zu entnehmen. Demnach müssen grössere Versicherer, die ein IT-Migrationsprojekt selbst umsetzen, mit Aufwendungen bis zu 100 Mio Fr. rechnen. Mit dem Entscheid für die extern betriebene und geteilte SHP ist Swica einen anderen Weg gegangen. Denn das Geschäftsmodell von Centris basiert auf einem «Shared Services»-Modell: Die Kunden beteiligen sich an der Vorfinanzierung einer gemeinsamen Standard-Plattform, ohne an Individualität einbüssen zu müssen.

Prämiengelder sparen

Durch die Nutzung von Synergien zwischen Integrations- und Betriebsprojekten sowie der Minimierung von Doppelspurigkeiten entstehen für alle Beteiligten niedrigere Ausgaben für Investition und Betrieb. Die Investitionen anderer Versicherer für vergleichbare Lösungen dürften massiv höher liegen. Das Beispiel SHP zeigt, dass für eine moderne Informatiklösung gemässigtere Beträge - letztlich Prämiengelder der Versicherten - eingesetzt werden können.