Die Arbeitsbedingungen beim südkoreanischen Elektronikriesen Samsung sind seit über einem Jahr Thema. So hatte im Juni 2011 ein Gericht in der Hauptstadt Seoul Verbindungen zwischen den Arbeitsbedingungen bei Samsung und der Leukämie-Erkrankung zweier Mitarbeiter bestätigt.

Nun wiederholt das Magazin «Frontal 21» im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) die massiven Vorwürfe der südkoreanischen Organisation «Supporters for the Health and Right of People in Semiconductor Industry» (SHARPS).

Dieser Organisation zufolge sind insgesamt rund 140 ehemalige Samsung-Mitarbeiter nach ihrer Tätigkeit schwer erkrankt, wie der Technologie-Blog «Heise» schreibt - «unter anderem an Krebs». Die südkoreanische Tageszeitung «The Hankyoreh» zählt gemäss Bericht bereits 56 Todesopfer.

Das Unternehmen bestreitet einen Zusammenhang zwischen Erkrankungen und Arbeitsbedingungen. Auch gegenüber «Frontal 21» versichterte Kim Soo-Geun, Leiter des Samsung Health Research Institute, dass man keine blutkrebserregenden Stoffe wie Benzol in der Produktion verwende.

Dem widersprechen gemäss «Heise» jedoch die Ergebnisse einer Untersuchung des staatlichen Occupational Safety and Health Research Institute, wie The Hankyoreh berichtete. Demnach habe das Institut in der Produktion von Samsung unter anderem auch krebserregendes Benzol gefunden, jedoch in einer geringeren Menge, als gesetzlich erlaubt.

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Samsung war im Januar 2012 der Schmäpreis «Public Eye People's Award» verliehen worden.

(vst/aho)