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Übernahme
Krebsspezialist: Novartis erwägt Milliardenofferte

Novartis: Offenbar prüft der Basler Pharmakonzern die Medivation-Übernahme.  Keystone

Sanofi ist mit seinem Angebot für Medivation bereits abgeblitzt. Nun interessieren sich offenbar Novartis und AstraZeneca für die US-Firma. Der Krebsspezialist hat genaue Preisvorstellungen.

Veröffentlicht am 02.05.2016

Novartis und AstraZeneca gehören zu den Unternehmen, die eine Offerte für Medivation erwägen – und damit Sanofis Angebot in Höhe von 9,3 Milliarden Dollar Konkurrenz machen könnten. Das erfuhr Bloomberg von Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind.

Auch Pfizer prüfe ein Angebot, verlautete aus den Kreisen. Alle drei Pharmakonzerne sprächen mit Beratern über die Bewertung von Medivation und über die nächsten Schritte, einschliesslich der Vorlage eines Angebots, sagten die Personen. Die Beratungen befänden sich aber noch in einem frühen Stadium und die Unternehmen könnten sich letztlich dagegen entscheiden, hiess es.

Zu tiefes Angebot

Medivation sei offen für ein Gebot von mindestens 65 Dollar je Aktie, sagte eine andere Person. Am Freitag hatte die US-Firma Sanofi abblitzen lassen und offiziell das Übernahme-Angebot der Franzosen von 52,50 Dollar je Aktie abgelehnt, weil Medivation damit beträchtlich unterbewertete werde. Sanofi wäre in der Lage, die Offerte zu versüssen, wolle aber nicht zu viel bezahlen, erklärten zwei der Personen.

Vertreter von AstraZeneca, Pfizer, Medivation und Novartis lehnten einen Stellungnahme ab. Nach Aussage eines Sanofi-Sprechers wird sich das Unternehmen mit seinem Vorschlag an die Medivation-Aktionäre wenden.

Spezialist für Krebsmedikamente

Medivation ist auf schwer behandelbare Krankheiten spezialisiert. Das in der Krebsforschung tätige Unternehmen mit Sitz im kalifornischen San Francisco hat ein Mittel gegen Prostatakrebs auf dem Markt namens Xtandi. Es entwickelt auch Pidilizumab, ein Immunonkologiemittel gegen Blutkrebsformen, und arbeitet an Talazoparib zur Behandlung von Brustkrebs.

(bloomberg/jfr)

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