Betrüger schlafen nicht. Obwohl Banken und Kreditkartenanbieter an immer neuen Sicherheitsmerkmalen feilen, stieg letztes Jahr die Deliktsumme bei Kredit- und Debitkartenbetrügereien um 6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Dies zeigt eine neue Studie des Analysesoftwareanbieters Fico. Spitzenreiter bei verlorenen oder gestohlenen Karten ist Frankreich. «Die Franzosen waren zwar die Vorreiter bei der Einführung von Chip und Pin, doch haben die Engländer dafür andere Technologien zur Betrugsbekämpfung eingeführt», sagt Martin Warwick, Chef der Abteilung Betrug bei Fico. Diese Technik würden die Betrugsquote vorläufig senken, wenn nicht die Betrüger infolgedessen ihre Strategie ändern.

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Ein grosses Problem bleibt die grenzüberschreitende Kriminalität. Um Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen und zu stoppen, haben einige Kreditinstitute moderne analytische Systeme eingeführt. Weil Banken ihre Kunden binden und höhere Umsätze erzielen wollen, sind sie 2012 europaweit grössere Risiken eingegangen, wie Fico weiter schreibt. In Russland haben sich die Betrugsverluste von 2010 bis 2012 verdreifacht.

Sehen Sie in der Bildstrecke oben die Länder mit der höchsten Rate an Kreditkartenbetrug.