AKTIENMÄRKTE. Trotz des massiven Zinsschrittes der US-Notenbank geben Experten und Regulatoren keine Entwarnung. «Es wird hart bleiben», meint Daniel Zuberbühler, Chef der Eidgenössischen Bankenkommission im Interview mit der «Handelszeitung». Denn «die Krise kann noch längere Zeit andauern. Wichtig ist, dass die Banken stark genug sind, um sie zu überstehen», so Zuberbühler.

«Der Tiefpunkt der Krise ist noch nicht erreicht», meint auch Martin Hüfner, Chefökonom der Aquila Investment AG. Anleger sollten aber Ruhe bewahren. «In die Panik eigene Aktienpositionen zu verkaufen, ist keine empfehlenswerte Strategie», rät Christian Gattiker-Ericsson, Chefanalyst der Bank Julius Bär. Nur mutige Investoren sollten hingegen auf den Börsenguru Heiko Thieme hören, der zum günstigen Zukauf der Aktien rät. Die US-Notenbank (Fed) hat den Leitzins überraschend und mit –0,75 Prozentpunkten auf 3,50% zudem recht deutlich gesenkt. Mit dieser drastischen Massnahme wurde der weltweite Sturzflug an den Aktienmärkten nur kurzfristig gestoppt. Zuvor hatten die Börsen in Asien und Europa massive Einbussen verschmerzen müssen.