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Verkauf
Krisenbank BSI verscherbelt IT-Beteiligung an Avaloq

BSI: Auf der Suche nach einem Käufer. Keystone

Die Tessiner Privatbank BSI hat vor 20 Jahren den Bankdienstleister B-Source selbst gegründet. Vor fünf Jahren verkaufte sie die Mehrheit dann an Avaloq, nun auch noch den Rest.

Veröffentlicht am 10.02.2016

Die Privatbank BSI verkauft ihren verbleibenden Anteil von 49 Prozent an dem Bankendienstleister B-Source an die Avaloq Gruppe. Über den Kaufpreis hätten die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart, teilte die BSI am Mittwoch mit.

Die BSI hatte bereits im Jahr 2011 einen Anteil von 51 Prozent an B-Source an den Bankensoftware-Anbieter Avaloq verkauft. Der Vertrag enthielt laut der Mitteilung damals die Option für den Erwerb der restlichen BSI-Anteile durch die Avaloq Gruppe. Diese habe nun im Oktober 2015 entschieden, die Option auszuüben. Damit ist Avaloq nun alleinige Eigentümerin von B-Source.

BSI als Gründerin

B-Source war von der BSI 1995 gegründet worden und hat sich laut der Mitteilung zu einem der führenden Schweizer Zentren für die Auslagerung von Geschäftsprozessen (BPO) entwickelt. Seit 2011 vervierfachte sich der Jahresumsatz von B-Source, wie Avaloq in einem eigenen Communiqué mitteilte.

Die zur angeschlagenen brasilianischen BTG Pactual gehörende Privatbank BSI dürfte demnächst selbst den Eigentümer wechseln. Laut Medienberichten ist die EFG International derzeit Favoritin für eine Übernahme. Ebenfalls am Kauf interessiert ist ein Konsortium um die Tessiner Kantonalbank.

(awp/ise/ama)

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