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Kryptowährungen
Kodak vermietet jetzt einen Bitcoin-Miner

Dieser Bitcoin-Miner von Kodak soll nicht nur heisse Luft verbreiten. Quelle: Chris Hoffmann/Twitter

Kodak hat sich mit einer eigenen Cyberwährung wieder zum Gesprächsthema gemacht. Jetzt lässt der Konzern der Ankündigung Taten folgen.

David Torcasso
Von David Torcasso
11.01.2018, Aktualisiert am 12.01.2018

Kodak, der totgeglaubte Weltkonzern, hatte am Mittwoch verkündet, eine eigene Kryptowährung zu lancieren. Nach der Verkündung schoss der Aktienkurs des Foto-Pioniers, der lange mit der Insolvenz zu kämpfen hatte, in die Höhe. Die Aktie verzeichnete einen Wertzuwachs von über 100 Prozent. 

Wie es scheint, hat Kodak beim Thema  Kryptowährung das Geschäftsfeld für ein Comeback gefunden. Das Unternehmen, das den Begriff «Disruption» schmerzlich erfahren musste, möchte mit dem «KodakCoin» das Thema Foto-Rechte angehen. 

Spotlite als Partner für «Mining»

Bereits einen Tag später verkündet Kodak weitere News in Bezug auf Kryptowährungen: Das amerikanische Unternehmen möchte in das «Mining» von Bitcoins einsteigen. Dafür hat Kodak ihre Marke an Spotlite, einem Hersteller von Geräten, die  Bitcoin «minen» können, lizenziert, wie Business Insider berichtet. Dabei sollen die Maschinen aber nicht verkauft, sondern vermietet werden. Die Hälfte des Gewinns aus dem «Minen» der Bitcoins soll an das Unternehmen zurückgehen. 

Am Stand der CES in Las Vegas hat Kodak entsprechende Flyer für das Mieten eines solchen Gerätes verteilt. Das Gerät von Kodak und Spotlite soll Kodak «KashMiner» heissen. 

Vorauszahlung von 3400 Dollar erwünscht

Kodak und Spotlite bietet potenziellen Kunden einen Zweijahresvertrag mit einer Vorauszahlung von 3400 Dollar an. Als Teil der Vereinbarung erhält Spotlite die Hälfte des Erlöses, den die Maschinen durch den Abbau von Kryptowährungen erwirtschaften. Spotlite und Kodak schätzen, dass Nutzer 375 Dollar im Monat verdienen werden, was 9000 Dollar über die zweijährige Mietperiode ergibt.

Kodaks Vorstoss in die Welt der Cyberwährungen kommt nicht überall gut an. Einige haben das Bitcoin-«Mining» von Kodak auf Twitter kritisiert. Es sei ein weiterer Beweis für eine Blase in Kryptowährungen. Andere behaupten, dass die Kunden von Kodak «KashMiner» aufgrund der Tatsache, dass der Abbau von Bitcoin im Laufe der Zeit immer schwieriger wird, geringere Renditen erzielen können als sie erwarten.

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