Das Technologieunternehmen Kudelski kann den Abschluss eines weiteren Lizenzabkommens vermelden. Mit Bloomberg Finance unterzeichneten die Westschweizer eine mehrjährige Vereinbarung zur Patentnutzung. Die Kudelski-Aktien fallen am Mittwochmorgen positiv auf.

Man werde von Bloomberg eine einmalige Zahlung erhalten, hatte Kudelski am Vorabend mitgeteilt. Über deren Höhe sowie über die weiteren Details zur Übereinkunft sei zwischen den beiden Parteien Stillschweigen vereinbart worden.

Dritter Coup in Folge

Die Übereinkunft mit Bloomberg unterstreiche die Relevanz des Kudelski-Patentportfolios im Bereich der Online-Video-Distribution, lässt sich Joe Chernesky, Senior Vice President of Intellectual Property and Innovation, in der Mitteilung zitieren.

Ende April hatte Kudelski bereits eine Lizenzvereinbarung mit Walt Disney und zwei Wochen zuvor eine mit Google abgeschlossen. Analysten sahen dies als Erfolg in der Strategie des Unternehmens, seine Technologie zu Geld zu machen.

Positives Echo

Das Lizenzabkommen bestätige, dass sich die «positive Dynamik» in der Monetarisierung von Kudelskis IP-Portfolio im Verlauf von 2015 signifikant beschleunige, heisst es in einem Kommentar von Baader Helvea. Kudelski sei auf Kurs, einen Wert im hohen zweistelligen Millionenbereich in diesem Bereich zu erzielen.

Unter Berücksichtigung der positiven operativen Dynamik der Gesellschaft, des Rückenwinds vom stärkeren US-Dollar sowie vom stärker als erwarteten IP-Monetarisierungsmomentum sind die Experten der Meinung, dass Kudelski mit seiner Ebit-Guidance für 2015 (50 bis 65 Millionen Franken) zu konservativ sei. Baader Helvea hält einen Wert von 73 Millionen Franken für erreichbar. Die Kaufempfehlung wird bestätigt und auch das Kursziel von 17,00 Franken.

Die Kudelski-Aktien legen gegen 9.30 Uhr bei hohen Volumen um 1,4 Prozent auf 14,40 Franken zu und damit stärker als der Gesamtmarkt SPI mit +0,31 Prozent. Die Kudelski-Titel hatten in den vergangenen Wochen zwar einen schweren Stand, sie entwickelten sich seit Jahresbeginn mit einem Plus von knapp 20 Prozent allerdings deutlich besser als der Gesamtmarkt.

Anzeige

(awp/ise/ama)