Der Verschlüsselungsspezialist Kudelski hat sich gegen Ende des vergangenen Jahres wieder in die schwarzen Zahlen gehangelt. Das Waadtländer Unternehmen schrieb einen Gewinn über 16,1 Millionen Franken, wie es in einem Communiqué hiess.

2011 hatte ein Verlust von 17,7 Millionen Franken zu Buche gestanden, und auch in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres resultierten noch rote Zahlen. Gemäss Kudelski ist das 2011 angekündigte Restrukturierungsprogramm, das auch den Abbau von 270 der weltweit 3000 Stellen beinhaltete, inzwischen abgeschlossen.

Die Kostenbasis habe so um 86,8 Millionen Franken reduziert werden können, was der Hauptfaktor für die Rückkehr in die Profitabilität gewesen sei, hiess es am Donnerstag. Vor rund anderthalb Jahren angepeilt worden sind Einsparungen von jährlich rund 90 Millionen Franken, 2012 hat die Restrukturierung die Kosten bereits um 71 Millionen Franken gedrückt.

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Das Betriebsergebnis verbesserte sich dementsprechend im Vergleich zum Vorjahr um 40,6 Prozent auf 35,7 Millionen Franken. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung nicht mitgerechnet hätte das operative Ergebnis sogar 67,7 Millionen Franken betragen, was gegenüber 2011 einem Plus von 91,8 Prozent gleichkommt.

Diese deutliche Verbesserung des Ergebnisses war möglich, obwohl die Verkäufe 2012 zurückgegangen sind. Der Umsatz sank um 4 Prozent auf 860,3 Millionen Franken. Profitiert hat Kudelski im vergangenen Jahr namentlich von einer guten Entwicklung der Geschäfte in Schwellenmärkten wie Brasilien und Indien.

Während Kudelski in diesen Ländern mit Codierungstechnik für Digitalfernsehen punktet, lässt dieses Geschäft in Europa schon länger nach. Vergangenen Herbst wurde deshalb eine neue Geschäftseinheit für Internetsicherheit ins Leben gerufen, die sich auf die Verschlüsselung des Datenverkehrs zwischen mobilen Geräten und der Datencloud spezialisiert.

(cbh/aho/sda)