Das Zuhause ist heute Vorzeigeobjekt und zugleich individueller Freiraum, auf dessen Gestaltung und Einrichtung sehr viel Wert gelegt wird. Kein Wunder, wenn man dabei auch neue Massstäbe bei der Herstellung der entsprechenden Produkte setzt. Manufakturen liegen wieder im Trend, allerdings verbunden mit allen Annehmlichkeiten von High-Tech und selbstverständlich nach allen Regeln des modernen Designs. Mehr und mehr lebt man in neuen, offenen Wohnformen: Küche und Wohnzimmer werden zu einem einzigen Lebensraum, Bad, Ankleide und Schlafraum wachsen zur privaten Erholungsinsel zusammen, statt Fernsehzimmer verspricht das Heimkino Zugang zur grossen weiten Welt und bietet individuell dosierbare Unterhaltung.

Qualität wird integral verstanden

Für diese neuen Wohn- und Lebensräume braucht es andere Einrichtungsprogramme als bisher. Möbel, die mehr bieten als nur ein schönes Äusseres und auf individuelle Anforderungen umfassende Antworten finden. So sehr Individualität zum generellen Schlagwort geworden ist, so hoch sind die tatsächlichen Anforderungen in den oberen Angebotssegmenten. Individuell ist hier nicht einfach mit Auswahl gleichzusetzen, sondern mit Einzelanfertigung und dem entsprechenden Qualitätsbegriff. Qualität will hier integral verstanden werden und schliesst eine Herstellung mit ein, die sich auf traditionelles Handwerk ebenso beruft wie auf die Präzision modernster Infrastrukturen und Hightech. Nicht Massenanfertigung ist gefragt, sondern Masskonfektion. Prädestiniert sind dafür Schreinereien, die sich in den letzten Jahren genau auf diese Nische ausgerichtet haben. Sie bauen auf Tradition und Zukunft zugleich.

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Küchendesign aus der Schreinerwerkstatt

Die Einbauküche hat in der Schweiz eine lange und vor allem eine ganz eigene Tradition. Sie ist seit jeher eine Domäne des Schreiners, insbesondere in ländlichen Regionen, aber nicht nur. Da im Unterschied zum benachbarten Ausland die Kücheneinrichtung in der Schweiz ein Bestandteil jeder Wohnung und fest eingebaut ist, gelten seit jeher in Industrie und Handwerk andere Normen und Qualitätsmassstäbe. Das Markenbewusstsein ist nicht so sehr ausgeprägt wie im Ausland, da die Küche im Privatbereich die Handschrift des regionalen Schreinerfachmannes trägt: Er ist in der Regel die erste Anlaufstelle, auch wenn im letzten Jahrzehnt zahlreiche Markenshops und Küchenstudios eröffnet wurden. Dieser Konkurrenz muss sich das lokale Handwerk insbesondere mit Blick auf Design und Planungskompetenz stellen.

Geht es um das Luxussegment, wird die Messlatte erst recht sehr hoch angesetzt. Das zeigt auch das jüngste Beispiel der Mitte des Jahres lancierten High-End-Küchenlinie «Style»: Es lässt insofern aufhorchen, als diese Linie kein Ableger einer ausländischen Nobelmarke ist, sondern in einer Emmentaler Manufaktur hergestellt wird. Besser: Einer Hightech- und Design-Werkstatt, in der das traditionelle Schreinerhandwerk noch viel Platz einnimmt und gerade deshalb Qualität im Detail spürbar und sichtbar werden lässt ­ ganz wie es sich für ein nicht alltägliches Produkt gehört. Doch was ist anders und warum?

Auf der Suche nach dem besten Produzenten für ihr neues Label hatte die Sanitas Troesch AG im In- und Ausland ihre Fühler ausgestreckt, war in Verhandlung mit italienischen, deutschen und österreichischen Produzenten und entschied sich am Schluss ­ im Wissen um die Eigenheiten des Schweizer Marktes ­ für die Schreinerei Röthlisberger in Schüpbach im Emmental. Das Familienunternehmen überzeugte mit typisch schweizerischen Tugenden wie Flexibilität, Nähe, Zuverlässigkeit, Perfektion und gleichzeitig mit internationaler Konkurrenzfähigkeit, was die Design- und Fertigungskompetenz betrifft.

Profunde Beratung

Küchendesign aus der Manufaktur mit profunden Beratungsdienstleistungen in der ganzen Schweiz zu verbinden, mit Ausstellungen, modernster Infrastruktur und mit umfassenden Serviceleistungen, heisst das neue strategische Konzept. Es stützt sich auf Einzelanfertigung ab und garantiert Perfektion und Professionalität im Detail. Furniere werden handverlesen, technisch raffinierte Schiebetüren, wandfüllende Regalpaneele, modernste Beleuchtungssysteme, ergonomische Arbeitszentren, individuelle Stauraumorganisation, Farben in hochglänzenden oder seidenmatten, makellosen Flächen sowie natürliche Materialien setzen Akzente und heben die Grenze zwischen Küchen- und Wohnmöbel auf.

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Dabei gilt keine Norm, sondern ein einziges Masssystem, das individuelle: Kein Frontmass ist unmöglich. So wird der Gesamtraum gestaltet und eingerichtet, nicht eine einzelne Arbeitszone. Multifunktionalität und individueller Zuschnitt schliessen einander nicht aus, sie ergänzen sich zu etwas Eigenständigem, Einzigartigem. Jedes Möbel hat Persönlichkeit, da es nicht anonym in Serie, sondern als individuelles Einzelstück hergestellt wird. Und das spürt man. Die High-End-Werkstatt mitten im Emmental hat zwar viel in zukunftsweisende Produktionsverfahren und in moderne Infrastruktur investiert. Doch parallel dazu wurde solides, handwerkliches Können bewusst gepflegt. Beide Qualitäten erlauben das Eingehen auf die neuen Anforderungen, die sich nicht nur im Wohnbereich stellen, sondern auch bei der Einrichtung und Organisation von Arbeitsplätzen, in Eingangshallen von Geschäftshäusern oder im Empfangsbereich eines Hotels. Kurz: Überall dort, wo der Anspruch auf Individualität ernst genommen werden will. Die moderne Manufaktur machts möglich, aus der Uniformität auszuscheren.