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Quartalszahlen
Kühne + Nagel steigert Gewinn dank Sonderfaktoren

Karl Gernandt: Der VR-Präsident zeigt sich zuversichtlich. (Bild: Keystone)

Der Logistikdienstleister kann für das erste Quartal deutlich mehr Gewinn verbuchen. Grund für den Anstieg ist in erster Linie eine Kartellbusse.

Veröffentlicht am 15.04.2013

Der Logistikdienstleister Kühne + Nagel hat zum Jahresauftakt dank Sonderfaktoren einen deutlichen Gewinnsprung realisiert. Im ersten Quartal 2013 stieg der Umsatzerlös um 5,4 Prozent auf 5,09 Milliarden Franken und der aussagekräftigere Bruttogewinn um 2,3 Prozent auf 1,54 Milliarden. 

Derweil sprangen der operative Gewinn auf Stufe Ebitda um 43 Prozent auf 219 Millionen und der Ebit um 69 Prozent auf 169 Millionen. Der den Aktionären anrechenbare Reingewinn kletterte um 97 Prozent auf 132 Millionen, teilte das Unternehmen mit.

Erwartungen knapp erfüllt

Der massive Gewinnanstieg gründet in erster Linie auf einer Kartellbusse der Europäischen Union (EU) über umgerechnet 65 Millionen Franken, welche die Vorjahreswerte um den entsprechenden Betrag minderte. Die Busse herausgerechnet hätten Ebitda, Ebit und Reingewinn etwa auf oder knapp über dem Vorjahreswert gelegen.

Mit den Zahlen hat Kühne + Nagel die Analystenerwartungen knapp erfüllt. Der Durchschnitt der Schätzungen (AWP-Konsens) für den Umsatz lag bei 5,03 Milliarden Franken, für den Bruttogewinn bei 1,52 Milliarden, den Ebit bei 172 Millionen und für den Reingewinn nach Minderheiten bei 138 Millionen.

«Recht zufrieden»

Das Unternehmen hat sich den Angaben zufolge im Berichtsquartal in einem abgeschwächten Markt auf die Verbesserung der internen Effizienz und Wirtschaftlichkeit konzentriert. Deutliche Erfolge hätten diesbezüglich die Geschäftsbereiche Luftfracht und Kontraktlogistik ausgewiesen. «Erfreuliche» Entwicklungen seien vor allem in Nordamerika, Nah-/Mittelost, Osteuropa und in Südasien zu verzeichnen gewesen.

Er sei «recht zufrieden» mit dem Ergebnis, lässt sich VR-Präsident Karl Gernandt in der Mitteilung zitieren. Die eingeleiteten Massnahmen zur Steigerung der Effizienz und Verbesserung der Rentabilität würden zu greifen beginnen. Kühne + Nagel lege unverändert den Fokus auf das Margen- und Kostenmanagement; er sei zuversichtlich, damit weitere Verbesserungen erzielt werden. Wachstumschancen würden sich vor allem in Regionen ausserhalb Westeuropas ergeben, heisst es weiter.

(tno/chb/awp)

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