Der Logistikkonzern Kühne+Nagel konnte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten insgesamt auf 15,7 Milliarden Franken steigern. Das sind 1,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der operative Gewinn (Ebit) lag mit 561 Millionen Franken hingegen 6 Prozent höher als im Vorjahr, wie Kühne+Nagel mitteilte.

Dieses Gewinnplus führt der Konzern unter anderem darauf zurück, dass er in der Seefracht die Profitmarge verbessern konnte, obwohl dieses Geschäftssegment im dritten Quartal volumenmässig eher stagnierte. Die Stagnation sei mit einem Rückgang im Projektgeschäft zu erklären, hiess es.

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Kühne+Nagel habe sich bewusst dem intensiven Wettbewerb im Asien-Europa-Verkehr entzogen und seine Containermengen in den ersten drei Quartalen um lediglich 2,3 Prozent gesteigert. Das Ziel, in dem Segment die Profitabilität zu verbessern, sei jedoch erreicht worden, wird Konzernchef Detlef Trefzger zitiert.

In der Luftfracht setzte sich der Wachstumskurs aus den Vorquartalen fort, das Volumen stieg im dritten Quartal um 3,3 Prozent. Besonders das europäische Luftfrachtgeschäft habe sich positiv entwickelt, schreibt der Logistiker. Zudem habe im Nahen und Mittleren Osten ein überdurchschnittliches Wachstum erzielt werden können.

Beim Landverkehr konnte dank einer Fokussierung auf die Bereiche Pharma, Hightech, Fahrzeuge und Industriegüter der operative Gewinn verbessert werden. Unter dem Strich blieben dem Konzern 442 Millionen Franken Reingewinn, gegenüber 357 Millionen Franken im Vorjahr. Das ist etwas weniger, als Analysten im Vorfeld erwartet hatten.

(awp/muv)