Nun will der Konzern durchstarten und bis 2014 sein Geschäft in etwa verdoppeln.

Nach dem "katastrophalen Jahr 2009" sei der Umsatz um 16,4 Prozent auf 20,261 Mrd. Fr. gewachsen, sagte Verwaltungsratsdelegierter Karl Gernandt am Dienstag an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Der Betriebsgewinn (EBIT) legte um knapp 29 Prozent auf 765 Mio. Fr. zu. Genauso stark verbesserte sich der Reingewinn, der 601 Mio. Fr. erreichte. Das sei das beste Resultat der Firmengeschichte.

Vor einem Jahr habe man sich zum Ziel gesetzt, doppelt so schnell zu wachsen wie der Markt, sagte Gernandt. Das habe Kühne+Nagel erreicht: Der Konzern habe in allen Geschäftsbereichen Marktanteile gewonnen.

Gleichzeitig trugen harte Einschnitte und die Verbesserung der internen Geschäftsabläufe Früchte. Kühne+Nagel habe die Kosten stärker gesenkt als ursprünglich geplant, was den Gewinn trotz der Franken-Aufwertung nach oben trieb. Währungsbereinigt wäre der Reingewinn gar um fast 35 Prozent gestiegen, sagte Gernandt.

Schub dank China

Schon während der Krise habe sich Kühne+Nagel fit gemacht, um stärker vom weltweiten Wachstum profitieren zu können als jeder andere Konkurrent. "Wir leben vom globalen Handel", der zu Jahresbeginn noch im Tief gesteckt habe, erklärte Gernandt.

Die anhaltende Konjunkturschwäche in den USA, die Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern sowie die Sprunghaftigkeit der Finanzmärkte hätten eine Erholung der globalen Konjunktur fraglich erscheinen lassen. "Aber im Mai/Juni sprang die Zuversicht wieder an", sagte Gernandt. Es seien die Schwellenländer, allen voran China gewesen, die die massgeblichen Impulse für die Belebung des Welthandels gegeben hätten.

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