Der Logistikdienstleister Kühne+Nagel ist schwungvoll ins Geschäftsjahr 2016 gestartet. Der Nettoumsatz ging im Zeitraum von Januar bis März zwar um 2,1 Prozent auf 4,01 Milliarden Franken zurück. Der für ein Logistikunternehmen aussagekräftige Bruttogewinn legte allerdings um 6,4 Prozent auf 1,59 Milliarden zu.

Der operative Gewinn auf Stufe EBIT erhöhte sich gar um 14 Prozent auf 217 Millionen Franken, womit die sich die entsprechende Marge auf 5,4 Prozent von 4,6 Prozent verbesserte. Der den Aktionären anrechenbare Reingewinn stieg um 11 Prozent auf 168 Millionen, teilt der Konzern am Dienstag mit.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Gewinn übertrifft Erwartungen

«Das Ergebnis im ersten Quartal 2016 bestätigt die erfolgreiche Umsetzung unserer Unternehmensstrategie», so Konzernchef Detlef Trefzger. «Unsere Marktnähe und unser Verständnis der heutigen und künftigen Kundenanforderungen betrachten wir als solide Basis für eine weitere positive Geschäftsentwicklung.»

Mit den Zahlen hat Kühne+Nagel die Analystenerwartungen einzig beim Nettoumsatz verfehlt, bei den Gewinnzahlen aber darüber abgeschnitten. Der AWP-Konsens lag für den Nettoumsatz bei 4,19 Milliarden, für den Bruttogewinn bei 1,56 Milliarden, für den EBIT bei 207 Millionen und für den Reingewinn bei 160 Millionen Franken.

Wachstum in der Seefracht

In der Paradedisziplin der Seefracht sei man auf Wachstumskurs geblieben und habe in zahlreichen Relationen die transportierten Mengen erhöht, heisst es weiter. Im globalen Luftfrachtmarkt seien dagegen positive Wachstumsimpulse weitgehend ausgeblieben, wodurch die Volumen gegen Ende des Quartals zurückgegangen seien. Für das laufende Geschäftsjahr wird die Guidance zur EBIT-Marge bestätigt. Kühne+Nagel hatte im März ein Margenziel von mindestens 5 Prozent formuliert.

(awp/mbü/ama)