Der Logistikdienstleister Kühne+Nagel hat im ersten Quartal 2015 etwas weniger umgesetzt als in der Vorjahresperiode, den Reingewinn aber gesteigert. So ging im Zeitraum von Januar bis März der Nettoumsatz um 0,8 Prozent auf 4,10 Milliarden Franken zurück und der für ein Logistikunternehmen aussagekräftige Bruttogewinn sank um 2,3 Prozent auf 1,50 Milliarden.


Der operative Gewinn auf Stufe Ebit kam mit 190 Millionen Franken auf Vorjahresniveau zu liegen bei einer Nettomarge von 4,6 Prozent. Der den Aktionären anrechenbare Reingewinn stieg dagegen um 3,4 Prozent auf 152,0 Millionen. Die Verbesserung des Reingewinns sei trotz der veränderten Währungsrelation zwischen Schweizer Franken und Euro erreicht worden, die sich gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent negativ auf das Ergebnis ausgewirkt habe, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

CEO Trefzger zufrieden

Mit den Zahlen hat der Konzern die Analystenerwartungen beim Ebit knapp verfehlt, beim Brutto- und Reingewinn unterdessen getroffen. Der AWP-Konsens lag für den Bruttogewinn bei 1,47 Milliarden, für den Ebit bei 196 Millionen und für den Reingewinn bei 152 Millionen.

«Unsere Ergebnisentwicklung ist bemerkenswert gut, bedenkt man die verringerten Warenströme nach Europa infolge der Euroschwäche», wird CEO Detlef Trefzger in der Mitteilung zitiert.

Gesenkte Prognose

Kühne+Nagel hat die Prognose für das Wachstum im umsatzstärksten Bereich Seefracht gesenkt. Neu wird mit einem geringeren Marktwachstum von 3 bis 4 Prozent (bislang 4-5 Prozent) gerechnet. Kühne+Nagel erwartet auch nur noch, mit dem Markt zu wachsen, zuletzt hatte der Konzern noch das anderthalbfache des Wachstums angestrebt. Die Prognosen für die Luftracht, Landverkehr und die Kontraktlogistik wurden unterdessen bestätigt.

(awp/dbe/ise)

 

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