Die Ergebnisentwicklung des Logistikdienstleisters Kühne+Nagel (K+N) wurde im ersten Halbjahr 2014 von negativen Währungseffekten gebremst, dank effektivem Kostenmanagement hat das Unternehmen seinen Gewinn trotzdem deutlich gesteigert. So ist der Umsatzerlös in der Berichtsperiode um 0,6 Prozent auf 8,50 Milliarden Franken geschrumpft, während der aussagekräftigere Bruttogewinn um 0,2 Prozent auf 3,11 Milliarden zurückging.

Wie das Unternehmen mitteilt, stiegen derweil der operative Gewinn auf Stufe Ebitda um 4,5 Prozent auf 487 Millionen und der EBIT um 8,2 Prozent auf 396 Millionen Franken. Der Reingewinn nahm um 8,3 Prozent auf 313 Millionen Franken zu, davon entfielen 309 Millionen auf die Aktionäre der Gesellschaft.

Erwatungen ungefähr erfüllt

Damit hat Kühne+Nagel die Analystenerwartungen ungefähr getroffen. Der Durchschnitt der Schätzungen (AWP-Konsens) für den Bruttogewinn lag bei 3,12 Milliarden, für den Ebitda bei 484 Millionen, für den EBIT bei 395 Millionen und für den Reingewinn bei 311 Millionen Franken.

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K+N habe in allen Geschäftsbereichen ihre Volumen erhöht und Marktanteile gewonnen, heisst es weiter. Die Dynamik der Ergebnisentwicklung sei allerdings durch negative Währungseffekte gebremst worden. Vor allem die Seefracht sei von der Stärke des Schweizer Frankens negativ tangiert worden - trotz «guter» Wachstumsdynamik und hoher Produktivität.

Wachstum für das Gesamtjahr

Mit Blick auf das Gesamtjahr erhöht Kühne+Nagel seine Projektionen. Gemessen an den beförderten Volumen erwartet das Unternehmen neu in der Luftfracht ein Marktwachstum von 2 bis 4 Prozent (zuvor: 1 bis 3 Prozent) und in der Seefracht von 4 bis 5 Prozent (zuvor: 3 bis 4 Prozent). K+N strebt in beiden Geschäftsbereichen weiterhin das Anderthalbfache des Marktwachtsums an, geht aus einer Präsentation für Analysten hervor.

Im Bereich Landverkehr rechnet die Gruppe unverändert zur Frühjahresprognose mit einem Marktwachstum von 1 bis 3 Prozent. Dort soll der Nettoumsatz der Gruppe in etwa im Rahmen des Marktes ansteigen. In der Kontraktlogistik schliesslich will man weiterhin doppelt so schnell wie der Markt wachsen, bei welchem unverändert ein Plus von 2 bis 3 Prozent erwartet wird.

(awp/dbe)