Goldman Sachs hat erneut einen Aktionärsvorstoss abgeschmettert, die Machtfülle von Bankchef Lloyd Blankfein empfindlich zu beschneiden. Blankfein muss demnach nicht befürchten, dass die Anteilseigner ihm das Amt des Verwaltungsratsvorsitzenden nehmen, das er in Personalunion zu seiner Funktion als Konzernchef bekleidet.

Die gewerkschaftsnahe Investmentgruppe Change to Win kündigte im Reuters-Gespräch an, ihren Hauptversammlungsantrag zurückzuziehen, der eine Aufteilung der beiden Posten an verschiedene Personen verlangt.

Im Gegenzug habe sich Goldman verpflichtet, das Amt des Leitenden Direktors (Lead Director) zu stärken, sagte Change-to-Win-Geschäftsführer Dieter Waizenegger in dem Telefon-Interview. So solle Lead Director James Schiro künftig etwa das Recht haben, die Tagesordnung des Verwaltungsrats zu bestimmen und sich in eigenen Schreiben an die Aktionäre zu wenden. 

(vst/reuters)