KUNSTMESSE. 60 Mio Dollar soll der Bau der 70 Meter langen Luxusyacht mit dem vielsagenden Namen «Grand Luxe» verschlungen haben, mit welcher der Kunsthändler David Lester superreichen Sammlern ein standesgemässes Ambiente fürs Kunstshopping bieten will. Der Begründer der Luxus-Messe «International Art & Antiques Fair» in Palm Beach wählt sein Publikum äusserst gezielt aus: Wer weniger als 20 Mio Dollar besitzt, wird (mit Ausnahme einiger weniger Stars) gar nicht erst auf die Yacht eingeladen – und Millionäre gibt es genug in Amerika. Die Forbes-Listen bildeten hier für die Selektion eine gute Basis.

Ende September ist die Yacht nun zu ihrer Kreuzfahrt aufgebrochen, während der sie Kurs auf insgesamt 34 Häfen entlang der Residenzen der Superreichen an der Ostküste der USA macht, bis sie Anfang Dezember pünktlich zur Art Basel Miami Beach vor Anker geht. Im Januar 2008 folgt die «Platinküste» in Floridas Westen zwischen Naples und St. Petersburg.

Benefiz-Galas und private Dinner

Drei Ausstellungsdecks bieten Platz für 600 Gäste, die die Yacht über einen roten Teppich am Landungssteg betreten, sowie maximal 28 Galerien. Wie schon der Name der Yacht vermuten lässt, ist die Messe ganz auf Luxus ausgerichtet: Die Aussteller bieten ihren illustren Gästen nicht nur Kunst, sondern sie verwöhnen sie an diversen Kaviar- und Cocktailbars, in zwei noblen Restaurants sowie mit Vorträgen und Open-Air-Konzerten. Jede Station wird mit einer Benefiz-Gala eröffnet – beispielsweise zugunsten des Nassau County Museums – und einige der privaten Dinner kocht Walter Scheib, der ehemalige Chefkoch des Weissen Hauses.Zu kaufen gibt es Kunst, Design und Juwelen. Insgesamt wird Ware für 700 bis 800 Mio Dollar an Bord sein. Die Standmieten sollen zwischen 40000 und 120000 Dollar betragen, doch dafür – so die Messeleitung – sparen die Händler Transportkosten.

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