Dem Reisekonzern Kuoni ist 2013 die Rückkehr in die Gewinnzone geglückt. Das Unternehmen weist einen Gewinn von 69,2 Millionen Franken aus, nach einem Verlust von 14,4 Millionen Franken im Jahr davor.

Der Betriebsgewinn (Ebit) verdreifachte sich auf 154,2 Millionen Franken, während der Umsatz um 3 Prozent auf 5,67 Milliarden Franken zurückging, wie Kuoni am Dienstag mitteilte.

Kuoni-Aktien sind am Dienstagmorgen nach Zahlen stark nachgefragt. Die Papiere kletterten bis 9.30 Uhr um 6,4 Prozent auf 402 Franken. 

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Sondereffekt stützt Gewinn

Der Anstieg des  Betriebsgewinn ist allerdings zu einem wesentlichen Teil auf den Wechsel vom Leistungs- auf das Beitragsprimat bei der Pensionskasse zurückzuführen. Ohne den daraus resultierenden Sondereffekt wäre die Kennzahl 41,3 Millionen Franken tiefer ausgefallen.

Der Konzern schloss im vergangenen Jahr den Ausstieg aus dem defizitären europäischen Reiseveranstaltergeschäft ab, im Zuge dessen unter anderem Tochterunternehmen in den Niederlanden, Spanien und Russland verkauft worden waren. Durch den Rückbau der Aktivitäten ging der Umsatz 2013 um 3 Prozent zurück. Organisch seien die Erlöse hingegen um 2 Prozent gewachsen, teilte Kuoni mit.

Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent erwartet

Stark entwickelte sich einmal mehr die Visa-Sparte. Die Abteilung, die im Auftrag von Botschaften und Konsulaten Visa-Anträge bearbeitet, steigerte den Umsatz um 19 Prozent auf 244 Millionen Franken. Damit ist dieses Geschäft zwar nach wie vor deutlich kleiner als das klassische Reisegeschäft. Mit einem Beitrag zum operativen Ergebnis auf Stufe EBITA von 40,2 Millionen Franken hat sie inzwischen aber die anderen Geschäftsbereiche überholt.

Für das laufende Jahr peilt Kuoni ein Umsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent an. Bislang ist das Geschäft allerdings verhalten angelaufen: Die Buchungsstände bis Anfang März stagnierten gegenüber dem Vorjahr oder sind, etwa im skandinavischen Reiseveranstaltergeschäft, sogar zurückgegangen. Die politischen Spannungen in Thailand, Ägypten und der Ukraine hätten die Nachfrage nach Reisen in diese Destinationen gebremst, heisst es dazu im Communiqué.

(sda/awp/vst/tke)