Die Aktionäre des Reisekonzerns Kuoni haben an der Generalversammlung vom Freitag die Einführung einer Einheitsaktie abgelehnt. Der Antrag wurde von der Aktionärsgruppe um den Vermögensverwalter zCapital eingereicht. Zum neuen Verwaltungsratspräsidenten wurde an der Generalversammlung Heinz Karrer gewählt.

Nachdem die Aktionäre zwei Traktandierungsbegehren der Aktionärsgruppe zCapital, namentlich die Einführung der Einheitsaktie, abgelehnt hatten, habe zCapital zwei weitere Begehren während der Generalversammlung zurückgezogen, teilte Kuoni mit.

Stimmrechtsbeschränkung im Visier

Mit der Einführung einer Einheitsaktie wollte zCapital die geltende Stimmrechtsbeschränkung für Aktionäre bei Kuoni aufheben. Das Stimmrecht der Kuoni-Aktionäre ist grundsätzlich auf 3 Prozent beschränkt - auch wenn ihre Kapitalbeteiligung deutlich höher liegt. Eine Ausnahme bildet die Kuoni und Hugentobler-Stiftung, die 25 Prozent der Stimmen auf sich vereint, obschon sie nur 6,25 Prozent der Aktien hält.

Wie beantragt wurde Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer zum neuen Verwaltungsratspräsident des Reiseunternehmens gewählt, die anderen Verwaltungsräte wurden für ein Jahr wiedergewählt. Karrer ist bereits seit 2007 im Kuoni-Verwaltungsrat und seit 2012 Vizepräsident. Er löst Henning Boysen ab, der elf Jahren im Verwaltungsrat sass und diesen seit 2006 präsidierte.

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Im weiteren hiess die Generalversammlung fünf Statutenänderungen im Zusammenhang mit der «Abzocker-Initiative» gut. So wird sie künftig jährlich über die Bezüge von Verwaltungsrat und Konzernleitung vorab bindend abstimmen.

Vergütungsdoktrin bachab geschickt

Die Statutenänderung zu den Vergütungsgrundsätzen lehnte die Versammlung allerdings ab. Der Verwaltungsrat wird dieses Votum analysieren und den Aktionären einen neuen Vorschlag für diese Statutenänderung vorlegen, wie das Unternehmen schreibt.

(awp/chb)