Der Reisekonzern Kuoni ist im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht. Der Ausstieg aus dem defizitären europäischen Reiseveranstaltergeschäft bescherte unter dem Strich einen Verlust von 13,2 Millionen Franken. 2011 hatte Kuoni noch einen Gewinn von 33,3 Millionen Franken erzielt.

Ohne diese einmaligen Sonderaufwendungen für den Rückzug hätte Kuoni einen Gewinn von 35,1 Millionen Franken eingefahren, gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Der Betriebsgewinn (EBIT) tauchte um 28,2 Prozent auf 53,3 Millionen Franken. Den Umsatz konnte Kuoni dagegen um 14,4 Prozent auf 5,846 Milliarden Franken verbessern.

Ausstieg in den Nederlanden, Spanien und Russland

Kuoni hatte im Zuge seines Ausstiegs aus verlustbringenden europäischen Reiseanbietern Unternehmen in den Niederlanden, Spanien und Russland verkauft. Bei den Aktivitäten von Kuoni und Best Tours in Belgien und jene der Online-Hotelplattform Octopustravel wurde die Schliessung eingeleitet.

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Per 7. März 2013 wurden die italienischen Aktivitäten von Kuoni und Best Tours ebenfalls verkauft. Die neuen Besitzer übernahmen alle 400 Mitarbeitenden. Insgesamt kostet der Ausstieg aus den Veranstalteraktivitäten der fünf Länder 80 Millionen Franken, wie Kuoni im September bekannt gegeben hatte. Davon sind 48,3 Millionen im vergangenen Geschäftsjahr angefallen.

Auch aus dem Reiseveranstaltergeschäft in Frankreich will Kuoni sich jetzt zurückziehen, wie der Konzern am Donnerstag weiter mitteilte. Die Aktivitäten würden ans lokale Management verkauft. Alle Angestellten würden übernommen, hiess es weiter. Der Ausstieg dürfte 24 Millionen Franken kosten, die dem laufenden Geschäftsjahr verrechnet würden.

(jev/tke/sda)