2009 war für viele Unternehmen im Bereich des Materialflusses ein äusserst schwieriges Jahr. Einbrüche von 50 Prozent der Nachfrage nach Lagertechnikeinrichtungen und -fahrzeugen mussten verkraftet werden. Mit Kurzarbeit, aber auch mit der Reduktion von Arbeitsplätzen versuchten die Hersteller, die Krise zu meistern. Noch vor Jahresfrist herrschte in den Führungsetagen der Hersteller von Logistikeinrichtungen denn auch grosse Unsicherheit. Wie wird 2010? Das war damals die zentrale Frage. Ein Jahr später kann festgestellt werden, dass sich die Konjunktur in etlichen Branchen viel besser entwickelt hat, als ursprünglich angenommen wurde. Erinnert sei dabei etwa an die Automobilindustrie. Für die Hersteller im Bereich des Materialflusses wirkte sich dieser positive Trend in einer wieder steigenden Nachfrage nach Anlagen und Komponenten im gesamten Materialfluss aus.

Entsprechend positiv sieht man in den Führungsetagen die zukünftigen Konjunkturaussichten. Und die Weltwirtschaft fasst wieder Tritt. Davon werden die gesamte Logistik und vor allem die Anbieter von Geräten und Anlagen in der Intralogistik nachhaltig profitieren. Nicht wenige Anbieter im Bereich der Logistik haben im vergangenen Jahr eine ganze Reihe neuer und leistungsfähiger Geräte, aber auch wichtige Komponenten im Materialfluss und in der Automation neu entwickelt oder zumindest optimiert. Trotz der schwachen Nachfrage hielten die Hersteller meist an ihrer ursprünglichen Strategie im Bereich Forschung und Entwicklung fest. Die Resultate dieser Bemühungen werden an der Fachmesse CeMAT im Mai in Hannover präsentiert.

Bereits Mitte vergangenen Jahres zeichnete sich ein positiver Trend in der wirtschaftlichen Entwicklung ab, und Ende 2010 verfügten viele Anbieter in der Intralogistik über volle Auftragsbücher. Die Krise wurde aber auch von vielen Industrie- und Handelsunternehmen dazu benutzt, Schwachstellen in der Fertigung und in der Lagerung festzustellen, welche mit einer effizienten (Produktions-)Logistik beseitigt werden können.

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Mit der Konsequenz, dass die Nachfrage nach rationellen Logistiklösungen wieder deutlich anstieg. Dazu kam, dass letztes Jahr in einigen Märkten wenig bis gar nichts von der Krise zu spüren war, wie etwa in China. Dort entwickelte sich die Nachfrage, beispielsweise jene nach Flurfördergeräten, weiterhin stetig aufwärts (siehe Seite 59).

Es gibt also guten Grund, optimistisch zu sein. Einer der wenigen Wehrmutstropfen dürfte die Schuldenkrise sein, wie Jungheinrich-Vorstand Helmut Limberg anmerkt (siehe Seite 49).