Der kriselnde deutsche Autohersteller Opel führt ab September Kurzarbeit ein. Die Kurzarbeit sei für 20 Tage bis zum Jahresende an den Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern geplant, teilte das Unternehmen mit.

Betroffen sei sowohl die Produktion als auch die Verwaltung, nicht aber das Entwicklungszentrum. Opel begründete den Schritt mit sinkenden Verkaufszahlen. «Der europäische Automobilmarkt bricht drastisch ein», erklärte Personalchef Holger Kimmes.

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Die sinkende Auslastung könne Opel nicht mehr auf anderem Wege wie etwa durch Arbeitszeitkonten ausgleichen. Deswegen sei Kurzarbeit nun «die richtige Massnahme zur Überbrückung dieser Marktschwäche».

Der Arbeitnehmenervertreter in der Geschäftsleitung, Wolfgang Schäfer-Klug, erklärte, die Einführung von Kurzarbeit «sichert Arbeitsplätze». Die finanziellen Belastungen für die betroffenen Mitarbeiter hielten sich dadurch in Grenzen.

In den vergangenen Tagen hatten Opel und Arbeitnehmervertreter über Kurzarbeit verhandelt. Opel beschäftigt in Rüsselsheim 13'800 Mitarbeiter, 3500 davon in der Produktion. 3300 arbeiten in den zentralen und administrativen Bereichen, für die nun ebenfalls Kurzarbeit eingeführt werden soll. Am Standort Kaiserslautern sind 2500 Beschäftigte tätig.

(jev/laf/sda)