Nachdem am Dienstag bereits die Aktien des fusionierten Zementriesen LafargeHolcim an der Börse gehandelt wurden, präsentiert der Konzern nun seine Ziele für den Integrationsprozess. LafargeHolcim will innerhalb von drei Jahren 1,4 Milliarden Euro einsparen. Das Geld soll durch Synergien freigesetzt werden, die aus der Fusion resultieren. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Senkung der Investitionsausgaben, schreibt der Konzern in einer Mitteilung am Mittwoch.

Die Integration verfolge das Ziel der Bildung eines Unternehmens und einer Kultur, betont LafargeHolcim weiter. Die formulierten Ziele werden heute an einem Medienanlass in Zürich präsentiert. Entlassungen befürchtet Personalvertreter von Lafarge hatten jüngst Befürchtungen geäussert, wonach es nach der Fusion zu einer Entlassungswelle kommen könnte. Angesichts der von den Wettbewerbsbehörden verlangten Verkäufen von Konzernteilen würden allein bei Lafarge etwa 10'000 Angestellte aus dem Unternehmen ausscheiden.

Angst vor schlechteren Arbeitsbedingungen

Angesichts der verfügbaren Informationen und gestützt auf Analysen der europäischen Personalvertretung von Lafarge stünden weitere Kündigungswellen in den ersten Jahren von LafargeHolcim bevor, hiess es. Zudem besteht laut den Delegierten des Personals ein grosses Risiko, dass die Arbeitsbedingungen deutlich verschlechtert werden.

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115'000 Mitarbeitende auf der ganzen Welt

Das Unternehmen hatte nach eigene Angaben per 13. Juli eine Marktkapitalisierung von 41 Milliarden Franken. Der weltgrösste Zementkonzern beschäftigt rund um den Globus etwa 115'000 Mitarbeitende und kommt auf einen Umsatz von 33 Milliarden Franken.

Der bisherige Holcim-Präsident Wolfgang Reitzle amtet nach der Fusion als statutarischer Präsident des Verwaltungsrates. Lafarge-Chef Bruno Lafont wird Co-Präsident des Verwaltungsrates, und Lafarge-Manager Eric Olsen der erste CEO von LafargeHolcim.

(sda/me/ama)