Der Zementkonzern Holcim erwägt laut einem Zeitungsbericht den Verkauf seines Geschäfts in Australien und Neuseeland. Die Überlegungen seien Teil einer globalen strategischen Überprüfung von «Nichtkern-Geschäften« durch den französisch-schweizerischen Konzern, schreibt die Zeitung «The Australian». Ein Verkauf des Geschäfts könnte einen Wert von rund 3 Milliarden australische Dollar (rund 2,2 Milliarden Franken) haben, heisst es in einem in der Nacht auf Freitag online publizierten Bericht der australischen Zeitung.

Es gibt offenbar Interessenten

Offenbar habe eine Private Equity-Firma bereits Interesse an Teilen des Geschäfts gezeigt, heisst es weiter. Eine Entscheidung, ob der Konzern die Region verlässt, soll danach im ersten Quartal des kommenden Jahres fallen. Als mögliche Interessenten nennt die Zeitung die irische Zementgruppe CRH und den brasilianischen Marktführer Votorantim.

LafargeHolcim hatte am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal angekündigt, weiterhin ein «dynamisches Portfolio-Management zu betreiben». Geplant seien Devestitionen in der Höhe von 3,5 Milliarden Franken hiess es.

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