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Erholung
Lage der Uhrenindustrie entspannt sich weiter

Schweizer Uhren: Besonders beliebt waren mechanische/automatische Kleinuhren. Keystone

Die Schweizer Uhrenindustrie kann aufatmen: Die Exporte sind im September weiter angestiegen - den sechsten Monat in diesem Jahr. Besonders in zwei Regionen legte die Exporte zu

Veröffentlicht am 19.10.2017

Die Schweizer Uhrenindustrie befindet sich weiter auf Erholungskurs. Die Exporte stiegen im September um 3,7 Prozent auf 1,77 Milliarden Franken im Vergleich zu Vorjahresperiode. Sie verzeichneten damit bereits den sechsten Monat in diesem Jahr einen Anstieg. Im April sowie in den Monaten zuvor hatten zum Teil noch deutliche Rückgänge resultiert.

Über das ganze dritte Quartal gesehen, beliefen sich die Uhrenexporte auf 4,89 Milliarden Franken. Das entspricht einer nominalen Steigerung von 3,9 Prozent. «Der Zwölf-Monats-Trend hat damit seine Erholung bestätigt und dürfte bald weitere positive Veränderungen zeigen», teilte der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) mit.

Grosse regionale Unterschiede

Vor allem die Märkte ich China und Hongkong haben sich deutlich erholt. In den vergangenen Monate stiegen die Exporte in die beiden Regionen um 17,2 Prozent beziehungsweise 9,1 Prozent, wie Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zeigen. Im Reich der Mitte zeichnete sich im September allerdings eine sich abschwächende Nachfrage ab (plus 1,2 Prozent) ab, während die Exporte nach Hongkong markant um 13,7 Prozent zulegten.

Die Lieferungen nach Singapur waren aufgrund der Lieferung von Uhren mit hohem Preis im September fast doppelt so hoch (plus 89,6 Prozent). In den ersten drei Quartalen betrug der Anstieg 11,5 Prozent. Im Vereinigten Königreich verlangsamte sich das Wachstum, so dass das Ergebnis im September nahezu unverändert blieb (plus 0,7 Prozent), gegenüber einer Zunahme von 10,2 Prozent über neun Monate.

USA und Japan weiter rückläufig

Weiterhin rückläufig sind dagegen die Exporte in die Vereinigten Staaten und Japan. In den USA betrug der Rückgang 0,6 Prozent im September und 4,1 Prozent in den ersten neun Monaten. In Japan brachen die Verkäufe von Schweizer Uhren im September um 15,6 Prozent ein. In den ersten neun Monaten 2017 beträgt das Minus 9 Prozent.

Beliebt bei den Kundinnen und Kunden waren mechanische/automatische Kleinuhren, deren Ausfuhren nominal um 7,6 Prozent stiegen. Rückläufig waren dagegen die Exporte bei elektrischen Kleinuhren, die um 7,9 Prozent schrumpften.

(sda/cfr)

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