Was macht Unternehmen wie Holcim und Swatch Group erfolgreicher als vergleichbare Unternehmen, die von externen Managern geführt werden? Ihr Ziel besteht vor allem in der langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes, der Sicherung von Flexibilität und Liquidität sowie der Beschränkung des Einflusses von externen Investoren. Die persönlichen Interessen der Eigentümer decken sich mit den langfristigen Zielen der Gesellschaft, was die Kontrollkosten reduziert und sich somit positiv auf Kursentwicklung und Rendite auswirkt. Empirisch wurde nachgewiesen, dass eigentümergeführte Unternehmen eine dynamischere Gewinnentwicklung aufweisen als der Gesamtmarkt. Die Gewinne sind von 1995 bis 2006 jährlich im Schnitt 16,3% gewachsen, verglichen mit einer Gewinnsteigerung der SMI-Unternehmen von 10,6%.

Eigener Unternehmens-Index

Für eigentümergeführte Unternehmen wurde mit dem Swiss Entrepreneurial Index ein spezieller Index geschaffen. Voraussetzung für die Aufnahme eines Unternehmens ist, dass die Führungsrolle durch den Eigentümer mit Stimmrechten zwischen 20% und 80% wahrgenommen wird. Insgesamt 75 börsenkotierte Schweizer Gesellschaften wie Richemont, Roche und Synthes sind aktuell Bestandteil dieses Index, der heute als Vergleichsmassstab dient.

Analyse vor Stockpicking

Der BB Entrepreneurial Fund basiert auf dem Prinzip, dass unternehmergeführte Gesellschaften die Vergleichsindizes schlagen, und ist der erste Aktienfonds, der sich ausschliesslich auf Familienunternehmen konzentriert. Bei der Aktienauswahl achtet man auf die klassischen Fundamentalfaktoren wie Marktposition, Umsatzentwicklung, Margen und die Rendite auf dem eingesetzten Kapital. Am Ende des Tages investiert man jedoch in Persönlichkeiten. Die Unternehmer werden detailliert analysiert und mit ihren Aussagen konfrontiert. Seit Gründung im April 2006 hat der Fonds eine Performance von 18,8% per Ende Mai 2008 erzielt, während der Gesamtmarkt mit 4,2% rückläufig tendierte.

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