Seit der Gründung vor mehr als 135 Jahren entwickelte sich der Fiege-Konzern vom Transportunternehmen zu einem führenden Anbieter anspruchsvoller Logistikdienstleistungen in Europa und Übersee. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Greven/D zählt zu den Wegbereitern der Kontraktlogistik, und diese steht heute im Mittelpunkt der vielfältigen Aktivitäten der Firmengruppe. Unabdingbar für den Kontraktlogistiker sind vertiefte Kenntnisse über die Branchen, in denen er seine Dienstleistungen anbietet. Nur dann ist es möglich, die Wünsche der Kunden an den Kontraktlogistiker zu verstehen und diese auch erfüllen zu können.

Was versteht Fiege konkret unter dem Begriff Kontraktlogistik? Dazu Thomas Knopf, CEO von Fiege Schweiz AG: «Wir verstehen darunter das Anbieten von individuellen Logistiklösungen, das heisst von massgeschneiderten Lösungen entlang der Supply Chain der Kunden.» Letzterer Begriff ist für Fiege besonders wichtig, man will exakt auf die Wünsche des Kunden eingehen und diesem Logistiklösungen anbieten, welche den Waren- und Informationsfluss wesentlich rationalisieren und beschleunigen. Die Herausforderungen solcher Lösungen sind äusserst vielfältig, geht es doch darum, gemeinsam eine Analyse der Situation vorzunehmen, um anschliessend die entsprechend notwendigen Dienstleistungen im gesamten Warenfluss des Kunden zu definieren. Je höher die Logistikkompetenz des Kunden ist, desto gezielter können auch entsprechende Lösungen erarbeitet werden. Ist diese Logistik nicht im notwendigen Mass vorhanden, vertraut der Kunde seine Logistik weitgehend dem Kontraktlogistiker an, der nun die Verpflichtung übernimmt, für den Kunden eine effiziente Logistiklösung zu erarbeiten und zu implementieren.

Wichtig ist für einen Kontraktlogistiker auch das langfristige Denken. Individuelle Lösungen auszuarbeiten für einen kurzfristigen Kontrakt, kann für den Kontraktlogistiker sehr gefährlich werden, sind doch damit oft erhebliche Investitionen verbunden, die entsprechend amortisiert werden müssen. Die von Fiege entwickelten kundenindividuellen Logistiklösungen sind deshalb auf längerfristige Zeiträume abgestützt. Zugleich sind diese Lösungen aber auch so gestaltet, dass sie veränderten Marktbedürfnissen angepasst werden können, denn in verschiedenen Branchen ändern heute die Präferenzen der Kundinnen und Kunden sehr rasch.

Anzeige

Verstehen, was der Kunde will

In den ersten Gesprächen zwischen dem potenziellen Kunden und Fiege geht es zuerst einmal darum, zu verstehen, welche Wünsche und Anforderungen der Kunde hat. Sind die Rahmenbedingungen festgelegt, folgen die Konzeptionsphase und die Angebotserstellung. Hier geht es darum, die Prozessabläufe vom Wareneingang bis zur Warenausgabe beziehungsweise dem Endabnehmer zu definieren. Erfahrungsgemäss werden diese Aktivitäten - wie Thomas Knopf unterstreicht - oft in zeitlicher Hinsicht unterschätzt. Nach Vertragsabschluss erfolgen die Implementierungsphase, die Testläufe und schliesslich der volle Anlauf der realisierten Logistiklösungen.

In vielen Fällen lassen sich Logistiklösungen quasi bis ins Detail planen, doch erst im täglichen Betriebseinsatz wird ersichtlich, wo noch Optimierungspotenzial besteht. Dann stellt sich das Problem der Optimierung bestehender Abläufe. Auch hier sollte aus Erfahrung genügend Zeit zur Verfügung stehen. Dieses Vorhaben ist ebenfalls eine Aufgabe für beide Partner, also für den Kunden und den Logistikdienstleister. Beide können mit ihren entsprechenden Ressourcen dazu beitragen, die Logistiklösung zu optimieren.

Für die Erbringung der oft anspruchsvollen Dienstleistungen des Kontraktlogistikers verfügt Fiege über zahlreiche Ressourcen. So unterhält man in der Schweiz einen eigenen Fuhrpark, in anderen europäischen Ländern wird diese Dienstleistung bei spezialisierten Transportfirmen eingekauft. Dazu kommt ein umfassendes Know-how im Bereich des grenzüberschreitenden Güterverkehrs auf der Strasse oder auf der Schiene sowie in der See- und Luftfracht.

Breites Angebot

Dank der eigenen Lageranlagen kann Fiege dem Kunden auch umfangreiche Dienstleistungen im Bereich Lagerung und Warehousing anbieten. Dazu gehört zum Beispiel das gesamte Bestellwesen, die Fakturierung und die Auslieferung der Waren des Kunden an den Point of sale. Aber auch Aktivitäten mit integrierter Fertigung zählen dazu.

Konkret heisst das, dass Fiege einzelne Teile für den Produktionsprozess des Kunden produziert oder bearbeitet (Zuschneiden von Blechen, Zusammenbau einzelner Module etc.). Fiege organisiert nicht nur die Logistikprozesse des Kunden, man ist auch in der Lage, den Kunden im Bau der geeigneten Logistikanlagen zu beraten. Die Tochtergesellschaft Fiege Engineering plant und baut entsprechende Logistikeinrichtungen.