Der einstiege Börsenliebling Lanxess ist tief gefallen: Die Aktie der Kölner Chemiefirma, ein ehemaliges Spin-off der Leverkusener Bayer, verlor in den vergangenen 12 Monaten – notabene in einem fast schon euphorischen Börsenumfeld – mehr als ein Drittel des Marktwertes. Auch in den vergangenen Tagen goss eine Studie von JP Morgan weiteres Öl ins Feuer: «Untergewichten», rieten die Analysten angesichts des zu erwartenden verstärkten Preisdrucks – und der Dax-Wert tauchte von 37 auf 28 Euro.

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Jetzt hat der Aufsichtsrat gehandelt: «Wir haben in unserer heutigen Sitzung die einvernehmliche Beendigung der Tätigkeit von Axel C. Heitmann als Mitglied und Vorsitzender des Vorstandes beschlossen», heisst es in einer Mitteilung. «Lanxess steht vor grossen Herausforderungen – beispielsweise hinsichtlich Marktkapazitäten und Geschäftsportfolio», begründet Rolf Stomberg, der Präsident des Aufsichtsrates, den überraschenden Schritt.

Finanzchef Düttmann überbrückt interimistisch

Nachfolger wird Matthias Zachert, einst bereits als Finanzchef bei Lanxess tätig, heute in gleicher Funktion beim Serono-Mutterkonzern Merck KGaA. Heitmann, dessen Arbeitsverhältnis laut Mitteilung offiziell am 28. Februar endet, wird interimistisch durch Finanzchef Bernhard Düttmann ersetzt. Der neue CEO Zachert werde sein Amt spätestens am 15. Mai antreten, wie es heisst.

Heitmann habe Lanxess seit Gründung des Unternehmens durch konsequente Restrukturierung und strategische Portfoliomassnahmen massgeblich geprägt, so Stomberg – jetzt sei aber der Zeitpunkt für eine neue Führung gekommen.