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Lateinamerika sei Dank: Syngenta erhöht Umsatz

Syngenta konnte die Umsätze in den vergangenen Monaten leicht steigern. (Bild: Keystone)

Syngenta kann im dritten Quartal einen höheren Umsatz verbuchen. Zu verdanken ist dies dem erfreulichen Geschäftsverlauf in Lateinamerika.

Veröffentlicht am 23.10.2012

Der Agrochemiekonzern Syngenta ist im dritten Quartal 2012 deutlich weniger stark gewachsen als von Analysten erwartet. Die Dürre in Nordamerika verursachte starke Einbussen, die vom Wachstum in Lateinamerika nur knapp kompensiert wurden. Zudem bremsten Währungseffekte den Basler Konzern. Die Ziele für das Gesamtjahr wurden von Syngenta indes bestätigt.

Das Unternehmen erzielte von Juli bis September einen Umsatz von 2,7 Milliarden US-Dollar, entsprechend einem Plus von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu konstanten Wechselkursen hätte das Wachstum sechs Prozent betragen, teilte Syngenta mit. Von AWP befragte Analysten hatten jedoch im Schnitt einen Umsatz von 2,8 Milliarden US-Dollar erwartet.

Im Bereich Pflanzenschutz stieg der Umsatz im dritten Quartal um drei Prozent auf 2,13 Milliarden US-Dollar. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies einem Plus um sieben Prozent. Im Bereich Saatgut kletterte der Umsatz um zwei Prozent auf 442 Millionen US-Dollar. Für die ersten neun Monate des Jahres stieg der Umsatz effektiv um sechs Prozent auf 10,96 Milliarden US-Dollar, entsprechend einem neuen Rekordwert. In Lokalwährungen gerechnet betrug das Plus neun Prozenz; dabei nahmen die Absatzmengen um sechs Prozent zu und die Verkaufspreise lagen drei Prozent höher.

Wachstumsmarkt Lateinamerika

Das Berichtsquartal war den Angaben zufolge geprägt von einem guten Saisonstart in Lateinamerika, wo die Verkäufe um 18 Prozent in Lokalwährungen wuchsen. Der Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln nahm um 17 Prozent und derjenige mit Saatgut um 21 Prozent zu. Hohe Sojapreise hätten zu einem Ausbau der Anbauflächen und höheren Investitionen der brasilianischen und argentinischen Sojaanbauern geführt. Der Umsatz bei Pflanzenschutz für Zuckerrohr habe sich überdies nach der Einführung neuer Technologien verdoppelt.

In Nordamerika sank der Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln in der Nebensaison um zwei Prozent, weil aufgrund der starken Trockenheit weniger Fungizide eingesetzt wurden. Die Saatgut-Verkäufe sackten gar um 18 Prozent ab. In Asien/Pazifik setzte Syngenta fünf Prozent weniger um, gebremst von einem verspäteten Monsun in Indien. In der Region Europa, Afrika und Mittlerer Osten sanken die Umsätze um zehn Prozent. Das grösste Wachstum habe Syngenta hier in Deutschland und in Nordeuropa verzeichnet, getragen vom Markterfolg des integrierten Produktangebots für Hybridgerste. Osteuropa habe Rekordzuwächse auf breiter Ebene erzielt, wobei der Umsatz in den GUS-Staaten um fast 20 Prozent zugelegt habe.

Für das Gesamtjahr 2012 rechnet Syngenta weiterhin mit einer höheren EBITDA-Marge zu konstanten Wechselkursen und stellt einen deutlich steigenden Gewinn pro Aktie in Aussicht. «Syngenta ist im dritten Quartal weiter gewachsen. Dies demonstriert die Breite unseres Portfolios und die hohe Dynamik unserer Strategie», lässt sich CEO Mike Mack zitieren.

Er habe Vertrauen in das langfristige Wachstumspotenzial des Unternehmens, so Mack weiter. Syngenta werden weiter in Wachstum investieren und gleichzeitig die hohe Rentabilität bewahren.

(muv/tke/sda/awp)

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