Der Versicherungskonzern Baloise hat im Geschäftsjahr 2016 mehr verdient. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn erhöhte sich um 4,4 Prozent auf 534,8 Millionen Franken. Dazu trugen vor allem auch tiefere Steuern bei.

Der Jahresgewinn vor Steuern fiel mit 645,6 Millionen Franken tiefer aus als im Vorjahr mit 679,3 Millionen Franken. Zwar steigerte die Baloise den Betriebsgewinn (Ebit) im Nichtlebengeschäft und im Bankgeschäft, doch sank der operative Gewinn im Lebengeschäft, wie der in der Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg tätige Versicherer am Donnerstag mitteilte.

Höhere Reserven notwendig

Das Geschäft mit traditionellen Lebensversicherungen ging erwartungsgemäss weiter auf 3,6 Milliarden Franken zurück – gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 5,6 Prozent. Wegen der tiefen oder gar negativen Zinsen lohnen sich solche Geschäfte für Versicherungen kaum mehr. Aufgrund der tiefen Zinsen musste die Baloise die Reserven um über 300 Millionen Franken verstärken.

Die Baloise setzt denn auch wie andere Versicherungen stärker auf Prämien mit Anlagecharakter, bei denen das Sparkapital des Versicherungsnehmers auf dessen Rechnung und Risiko angelegt wird. Die Versicherung muss daher selbst keine Zinsgarantie abgeben. Die Prämien wuchsen um 5,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Franken. Der Löwenanteil davon entfällt auf Luxemburg.

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Unverändertes Volumen

Die Prämien im Nichtlebengeschäft mit Sachversicherungen wuchsen um 3,0 Prozent auf 3,1 Milliarden Franken. Insgesamt blieb das Geschäftsvolumen bei 8,9 Milliarden Franken stabil.

(sda/jfr/me)