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Klein Adoboli
Lebenslanges Berufsverbot für Ex-Credit-Suisse-Händler

Hong Kong: Ein ehemaliger CS-Mitarbeiter darf nie wieder als Händler anheuern. Keystone

Die Aufsichtsbehörde in Hong Kong hat ein lebenslanges Berufsverbot gegen einen ehemaligen Credit-Suisse-Mitarbeiter ausgesprochen. Der Händler hat dem Geldhaus einen Millionenverlust beschert.

Veröffentlicht am 12.01.2015

Ein ehemaliger Händler der Credit Suisse ist von der Wertpapieraufsichtsbehörde in Hong Kong (SFC) mit einem lebenslangen Arbeitsverbot belegt worden. Jagjit Singh Dhillon habe mit Aktienderivaten gehandelt, Verluste versteckt und die wahren Risikopositionen in den Handelsbüchern verschleiert, hiess es in einer Mitteilung der Behörde auf ihrer Website am Montag.

Der Händler habe mit seiner Vorgehensweise die Gewinne als zu hoch erscheinen lassen und die offenen Risiken zu gering. Als Folge habe Credit Suisse am 18. Mai 2012 Anpassungen in Höhe von 5,4 Millionen Dollar im monatlichen Gewinn- und Verlustausweis am kumulierten Monatsgewinn vornehmen müssen, hiess es weiter. Dhillon habe durch sein Verhalten keine persönlichen Gewinne erwirtschaftet, so die Behörde.

2012 festgenommen

Als seine Vorgesetzten misstrauisch wurden, erteilte Dhillon ihnen falsche Auskünfte, teilte die SFC weiter mit. Nachdem der Regulierer den Fall an die Polizei übergab, wurde er im Juni 2012 festgenommen.

Im Mai 2013 wurde die Anklage fallengelassen, wegen «mangelhafter Zusammenarbeit von Schlüsselzeugen». Dhillon habe Hong Kong unmittelbar danach verlassen. Angaben zu seinem Verbleib machte die Behörde nicht.

Lizenz wurde widerrufen

Aus dem Verzeichnis der SFC geht hervor, dass Dhillon eine Lizenz zum Handel mit Wertpapieren und Futures-Kontrakten für den Zeitraum vom 30. Mai 2007 bis 9. Juni 2012 hatte. Als er das Unternehmen im Juni 2012 verliess, wurde die Lizenz nach Angaben der SFC widerrufen.

«Credit Suisse hat mit den Behörden in Hong Kong vollumfänglich kooperiert, seit der Vorfall im Mai 2012 bekannt wurde, und ihn unverzüglich den betroffenen Regulierungsbehörden zur Kenntnis gebracht», schrieb Noel Cheung, Sprecherin der Bank.

(bloomberg/ise)

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