Insgesamt erwirtschaftete die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) Bank in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Geschäftserfolg von 93,9 Millionen Schweizer Franken, was einem Anstieg um 1 Prozent entspricht. Bei einer etwas geringeren Reservenbildung als im Vorjahr verblieb unter dem Strich ein um 2,3 Prozent höherer Reingewinn von 52,9 Millionen Schweizer Franken.

Gleichzeitig habe man im Halbjahr auch in die digitale Weiterentwicklung investiert, betont das Institut. So wurden die Zahlungslösung «Twint» eingeführt und der Online-Auftritt erweitert.

Zinsengeschäft schenkt ein, Kommissionen gehen zurück

In ihrem wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, verzeichnete die Bank einen Anstieg des Brutto-Erfolgs um 3,4 Prozent auf 145 Millionen Franken, nach Abzug von Wertberichtigungen und Verlusten aus dem Zinsengeschäft verblieb ein Netto-Erfolg von 143,1 Millionen Franken (+2,4 Prozent). Im Kommissionsgeschäft sank der Erfolg dagegen deutlich (-7,1 Prozent auf 29,3 Millionen Schweizer Franken). Im Handelsgeschäft (+2,3 Prozent auf 9,3 Millionen) verdiente die Kantonalbank wiederum etwas mehr als noch im Jahr davor.

Auf der Kostenseite machten sich die getätigten Investitionen in neue Technologien sowie Produkte bemerkbar. Insgesamt legte der Geschäftsaufwand in den ersten sechs Monaten des Jahres um 2,3 Prozent auf 82,1 Millionen Schweizer Franken zu. Dabei nahmen der Sachaufwand wie auch der Personalaufwand etwa im gleichen Ausmass zu.

Mehr E-Hypotheken

Die Bilanzsumme der BLKB stieg gegenüber Ende 2015 um 1,9 Prozent auf 23,6 Milliarden Schweizer Franken. Die Hypothekarforderungen nahmen wie bereits Vorjahressemester mit einer Rate von 1,6 Prozent zu und erreichten 17,3 Milliarden Schweizer Franken. Die gemeinsam mit der Online-Bank Swissquote vertriebenen E-Hypotheken machten rund 77 Millionen Franken respektive ein gutes Viertel der Steigerung aus und verzeichneten weiterhin einen konstanten Zuwachs, wie die Bank weiter schreibt. Die Kreditlimiten an Firmen stiegen auf insgesamt 5 Milliarden Franken.

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Auf der Gegenseite der Bilanz erhöhten sich die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen um 1,5 Prozent auf insgesamt 15,7 Milliarden. Insgesamt vertrauten Kunden der BLKB im ersten Halbjahr Netto-Neugelder in Höhe von 367 Millionen Schweizer Franken an. Die Kundenvermögen betrugen per Ende des Semesters 19,6 Milliarden Franken, davon 3,1 Milliarden Schweizer Franken mit Verwaltungsmandaten. Das Aktivgeschäft habe grösstenteils durch Kundengelder refinanziert werden können, betont die BLKB.

Anspruchvolles kommendes Halbjahr

Das zweite Semester 2016 erwartet die BLKB als «anspruchsvoll». Im Nachgang zur Brexit-Abstimmung werde eine «Phase der Ungewissheit» folgen. Für das Gesamtjahr 2016 rechnet die Kantonalbank mit einem Ergebnis «etwa in der Höhe des Vorjahres» - 2015 hatte sie einen Jahresgewinn von 130,4 Millionen Schweizer Franken ausgewiesen. Im Februar 2016 hatte die Erwartung der Bank allerdings noch auf ein Ergebnis «leicht unter dem Vorjahr» gelautet.

(awp/chb/ama)