Die befürchteten Rückschläge aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise haben sich im 1. Quartal des laufenden Jahres noch nicht allzu negativ auf die Nutzfahrzeugverkäufe in der Schweiz ausgewirkt. Bei den schweren Fahrzeugen ab 3,5 t resultierte gar bis Ende März eine Zunahme der Neufahrzeugverkäufe von 8,4% auf 1335 Einheiten.

Mercedes-Benz, Scania und Iveco weisen sogar Zuwachsraten zwischen 17 und 42% auf. Angesichts der Lieferfristen bei den ganz schweren Fahrzeugen haben wohl auch die «Überhänge» an Bestellungen aus dem Jahr 2008 zu diesem Zuwachs beigetragen.

Stärker in Mitleidenschaft gezogen wurden bis Ende März diesen Jahres die leichten Transporter und Lieferwagen; diese verzeichnen gesamthaft ein Minus von knapp 16%. Ein deutlich höheres Minus weisen allerdings Nissan, Opel, Iveco und Peugeot aus, die alle zwischen 36 und 20% weniger Fahrzeuge absetzen konnten. Zulegen konnte bei den leichten Fahrzeugen - sieht man einmal von Land Rover ab - kein Anbieter. Am besten schnitt noch die Marke Citroën ab, welche das Vorjahresvolumen praktisch halten konnte.

Stillgelegte Fahrzeuge

In den kommenden Monaten geht man in der Branche davon aus, dass sich die Verkäufe noch weiter reduzieren werden, denn es darf nicht vergessen werden, dass in einer rückläufigen Wirtschaft auch das zu transportierende Gütervolumen zurückgeht.

Bereits jetzt stehen bei etlichen hiesigen Strassentransportfirmen Fahrzeuge still, weil die Transportaufträge fehlen. Diese Situation könnte sich im Laufe des Jahres noch weiter verschärfen, davon gehen verschiedene Schweizer Transportunternehmer aus. Dies wiederum hat zur Folge, dass temporär auch keine neuen Fahrzeuge gekauft werden.

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Schwierig ist die Lage auch auf dem Occasionsmarkt. Besitzer von Euro-3-Fahrzeugen, die diese gegen Euro-5-Modelle eintauschen wollen, finden kaum Käufer für die Euro-3-Fahrzeuge.