Der Elektronikkomponentenhersteller Lem blickt 2012/13 auf das zweitbeste Jahr seiner Firmengeschichte zurück. Wie er am Mittwoch mitteilte, stieg der Reingewinn um 14,5 Prozent auf 32,6 Millionen Franken. Der Umsatz schrumpfte indessen leicht um 0,6 Prozent auf 235 Millionen.

Dämpfend wirkte sich Europa auf den Umsatz aus, wo im Industriesegment ein Rückgang um 11 Prozent resultierte. Mit einem Anteil von 48 Prozent ist Europa gemäss Lem der wichtigste Markt dieser Sparte. So blieb, während die anderen Märkte wuchsen, global gesehen eine Einbusse von 4 Prozent auf 200 Millionen Franken.

Im Automobilsegment wuchs der Umsatz hingegen zweistellig um 24,8 Prozent auf 35 Millionen Franken. Umsatztreiber war hier das Geschäft bei den konventionellen Autos. Die USA blieben mit einem Anteil von 51 Prozent wichtigster Markt, wobei Asien immer mehr an Bedeutung gewann.

Operativ erzielte Lem 2012/13 ein um 20,1 Prozent gesteigertes Resultat von 41 Millionen Franken. Der Auftragseingang stieg um 26,1 Prozent auf 230,6 Millionen Franken.

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Schrittweise Erholung in Nordamerika

Im vierten Quartal erreichte der Umsatz 55,8 Millionen Franken und damit 1,4 Prozent mehr als im Vorquartal. Der Reingewinn ging um über die Hälfte auf 3,9 Millionen Franken zurück, wobei sich Restrukturierungskosten für die Produktionsverlagerung nach Bulgarien niederschlugen.

Im Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr erwartet Lem im Industriegeschäft eine schrittweise Erholung in Nordamerika und Asien, während die Nachfrage in Europa weiterhin gedämpft bleiben dürfte. Im Automobilsegment rechnet das Unternehmen mit stetigem Wachstum. Die operativen Margen dürften im Zielband zwischen 15 und 20 Prozent liegen.

(rcv/sda)