Das Fintech-Unternehmen Leonteq drückt weiter auf die Kostenbremse. Bis Ende 2017 sollen die Kosten um rund 10 Millionen Franken reduziert werden. Diese Reduktion beinhaltet auch den Abbau von weltweit rund 50 Stellen, wie Leonteq mitteilte. Bereits Ende Juli hatte Leonteq Einsparungen bis Ende Jahr um 10 Millionen Franken bekannt gegeben. Die nun neu angekündigten Reduktion der Kosten erfolgt laut Medienmitteilung zusätzlich zu diesen Einsparungen, bei denen vor allem auf geplante Neueinstellungen verzichtet wurde.

Auch im Jahr 2017 sollen keine zusätzlichen Mitarbeiter rekrutiert werden. Insgesamt rechnet Leonteq mit einem Personalbestand von 480. Ab 2018 wird eine Netto-Einstellungsquote von rund 5 Prozent pro Jahr erwartet. Die Investitionsausgaben dürften auf dem vergangenen und derzeitigen Niveau von 12,5 Prozent des Betriebsertrags bleiben.

Umbau der Geschäftsleitung

Neben Kosteneinsparungen baut Leonteq auch die Unternehmensspitze um. Neu in die Geschäftsleitung berufen wurden Tobias Wohlfarth (Head of Banking Solutions) und Rüdiger Assion. Assion wird Kommunikationsverantwortlicher.

Die Ernennungen treten Mitte November 2016 beziehungsweise im Januar 2017 in Kraft, wie Leonteq am Mittwoch mitteilte. Der bisherige Chief Risk Officer Daniel Cangemi und Yann Besnard (Head of Business) werden die Geschäftsleitung verlassen.

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Neue Ziele bis 2020

Leonteq hat sich zudem neue Ziele gesetzt. Diese beinhalten bis Ende 2020 ein Kosten-Ertrags-Verhältnis von weniger als 65 Prozent. Im wichtigsten Geschäftsbereich Investment Solutions strebt das Unternehmen bis Ende 2020 ein durchschnittliches jährliches Wachstum des Transaktionsvolumens von 15 Prozent an. Im Geschäftsjahr 2015 belief sich hier das Wachstum auf 14 Prozent.

Im Bereich Banking Solutions will das Unternehmen bis Ende 2020 mit zehn Plattformpartnern arbeiten, nach drei im vergangenen Jahr. Im Geschäftsbereich Insurance & Wealth Planning Solutions strebt Leonteq an bis 2020 mit fünf Versicherungspartnern zu arbeiten. 2015 war es ein Partner.

Am Mittwoch kündigte Leonteq ausserdem eine Kooperation mit der Aargauischen Kantonalbank im Bereich strukturierte Anlageprodukte an.

(sda/cfr/me)