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Leonteq: Geschäft mit Versicherungen hat Priorität

Jan Schoch: Für Leonteq-CEO hat das Versicherungsgeschäft «Priorität Nummer Eins». HZ

Leonteq verdient den Löwenanteil des Umsatzes mit Banken. Nur jeder zehnte Franken kommt von den Versicherungen. Das will Gründer und CEO Jan Schoch ändern.

Veröffentlicht am 03.07.2015

Der auf strukturierte Produkte spezialisierte Finanzdienstleister Leonteq sieht Wachstumschancen vor allem im Versicherungsbereich. Leonteq wolle bei Banken und Versicherungen wachsen, das Versicherungsgeschäft sei aber die «Priorität Nummer Eins», da dieses «über einen sehr langen Zeitraum vorhersehbaren Gewinn» abwerfe, sagte Leonteq-CEO Jan Schoch im Gespräch mit der «Neuen Zürcher Zeitung».

Derzeit macht Leonteq rund 90 Prozent des Umsatzes mit Banken und 10 Prozent mit Versicherungen, der Gewinnbeitrag des Versicherungsgeschäfts sei allerdings verhältnismässig höher, so der CEO. Potenzial sieht Schoch etwa bei Anlageprodukten in der dritten Säule des Schweizer Vorsorgesystems. Das Altersvorsorge-Vermögen der Kunden werde dabei in einem Korb von strukturierten Produkten angelegt.

Seit längerem auf Partnersuche

Die zu knapp 27 Prozent der Raiffeisen-Gruppe gehörende Leonteq sucht seit längerem neue Partner für ihr «White-labeling-Geschäft». Dabei werden die auf der Leonteq-Plattform kreierten Finanzprodukte von den Partnerinstituten emittiert, sie laufen unter deren Namen und sind auf deren Bilanz verbucht.

Seit 2014 komme mehr als die Hälfte des Transaktionsvolumens aus dem Partnergeschäft, in drei bis fünf Jahren solle der Anteil auf rund 80 Prozent steigen, wiederholte Schoch frühere Aussagen. Ein «wichtiger Etappensieg» wäre für den CEO die Zahl von 30 Partnern – derzeit sind es gerade fünf, darunter im Versicherungsbereich die Helvetia.

Europa und Asien als Wachstumsmärkte

Regional will Schoch das Geschäft vor allem in den Regionen Europa und Asien weiter ausbauen. Mittelfristig strebe Leonteq in der Schweiz, Europa und Asien eine ähnliche Verteilung der Umsatzbeiträge an. Dabei werde Asien deutlich wachsen müssen, die Märkte Schweiz und Europa seien heute ähnlich gross.

(awp/ise/chb)

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