Die auf strukturierte Produkte spezialisierte Leonteq hat in der ersten Jahreshälfte davon profitiert, dass die Kunden sich angesichts der Marktlage wieder stärker für ihre Produkte interessierten. Das Unternehmen hat seinen Gewinn im Vergleich zu 2012 mehr als verdoppelt.

Er belief sich gemäss Communiqué auf auf 21,5 Millionen Franken. Die Gewinnsteigerung ist darauf zurückzuführen, dass das Transaktionsvolumen und der damit verbundene Kommissionsertrag deutlich stärker anstiegen als der Geschäftsaufwand. Zudem konnte Leonteq einen mehr als doppelt so hohen Handelsgewinn verbuchen.

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Geschäftspartner, die Leonteq-Produkte unter eigenem Namen verkaufen, steuerten 47 Prozent zum Betriebsertrag bei. Der Anteil lag damit deutlich höher als im gesamten Vorjahr, als solche White-Label-Produkte 24 Prozent des Betriebsertrags ausmachten.

Börse reagiert positiv

An der Börse sorgte das Halbjahresergebnis  bei den Leonteq-Aktien für einen deutlichen Kursaufschlag.

Leonteq ist die ehemalige Division für strukturierte Produkte der Privatbankengruppe EFG International. Mit einem Aktienanteil von über 20 Prozent ist die Raiffeisen-Privatbank Notenstein Grossaktionärin von Leonteq. Weil mit Notenstein auch eine Kooperation aufgebaut wird, sieht Leonteq gute Fortschritte bei der eigenen Neupositionierung auf dem Markt.

Vorerst belasten die Ablösung vom ehemaligen Mutterhaus EFG International, der Namenswechsel und der Aufbau der Kooperation mit Notenstein aber die Ergebnisse noch. Von Januar bis Juni beliefen sich die entsprechenden Sonderkosten auf rund 1,4 Millionen Franken.

(tke/sda)