Der Baukonzern Implenia zieht den jahrelangen Streit mit der Stadt Zürich um zusätzliche Kosten für den Bau des Letzigrund-Stadions, die Werklohnklage, weiter und legt am Zürcher Obergericht Berufung ein.

Dabei reduziert Implenia nach Überprüfung des erstinstanzlichen Urteils die eingeklagte Forderung um rund 3 Millionen Franken auf rund 20 Millionen, wie die Gruppe am Montag schreibt. Implenia sei aber weiterhin davon überzeugt, dass die Stadt Zürich für die in Auftrag gegebenen und ausgeführten Projektänderungen aufkommen müsse.

Bezirksgericht wies Klage ab

Zuletzt hatte das Bezirksgericht Zürich Anfang Oktober die Klage von Implenia abgewiesen. Darin hatte der Baukonzern von der Stadt einen Werklohn für nachträgliche Bestellungsänderungen beim Bau des Letzigrund-Stadions im Umfang von rund 23 Millionen Franken gefordert. Das Bezirksgericht hatte derweil entschieden, dass die Stadt Implenia nur 340'000 Franken dafür bezahlen müsse. In seinem Urteil schrieb es, dass Implenia selber das Risiko für fehlende oder fehlerhafte Ausschreibung- und Ausführungspläne habe. Deshalb habe das Unternehmen auch keinen Anspruch auf Mehrvergütung.

Auf der anderen Seite reichte die Stadt Zürich eine zusätzliche Klage wegen eines Wassereintrittes im Stadiondach ein. Dafür verlangt sie von Implenia eine Entschädigung von 10 Millionen Franken. Implenia wies die Behauptung, es laufe Wasser ins Dach, zurück – und weigerte sich damit auch, die Millionen zu bezahlen. Die Klage ist noch hängig.

(awp/ise)