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«Letzte Bastion des Bankgeheimnisses gefallen»

Pierin Vincenz: Hofft auf eine «proaktive Haltung».

In Sachen automatischer Informationsaustausch hat die Schweiz gegenüber der EU kaum Verhandlungsspielraum - glaubt Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz. Von einer SVP-Idee hält er wenig.

Veröffentlicht am 30.04.2013

Der Schweizer Handlungsspielraum in den Gesprächen über den automatischen Informationsaustausch mit der EU ist laut Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz schwach, wenn nicht gleich null. Die Aufgabe des Bankgeheimnisses in Österreich lasse der Schweiz kaum noch Optionen.

«Jetzt, wo mit Österreich am Wochenende die letzte Bastion der Verteidigung des Bankgeheimnisses gefallen ist, wird die EU-Kommission in den nächsten Tagen an unsere Tür klopfen», sagte Vincenz in einem Interview mit den Westschweizer Zeitungen «Tribune de Genève» und «24 Heures».

Vincenz hofft, dass die Schweiz eine «proaktive Haltung» einnehme. Er geht indessen davon aus, dass das Bankgeheimnis im Innern bleibt, dass aber das letzte Wort dazu wohl das Volk habe.

Von der Idee der SVP, das Bankgeheimnis in der Verfassung festzuschreiben, hält der Chef der Regionalbankengruppe nicht viel. Man müsse eine gewisse Flexibilität beibehalten: «Es ist sehr schwer, einen Verfassungsartikel später abzuändern», sagte Vincenz.

(tno/sda)

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